Montag, 19. August 2019

Business Process Management Die IT-Abteilung lädt zum Sparen ein

2. Teil: Ziele des BPM-Systems

Ziele des BPM-Systems

Vier Ziele sind ausschlaggebend für die Nutzung von BPM:

  • Flexibilität und Agilität in der Veränderung von Abläufen
  • Vereinfachte Prozesspflege und aktive Prozesssteuerung
  • Komponentenbasierte Architektur von Services und Applikationen
  • Höhere Transparenz, besseres Verständnis, gestärkte Akzeptanz in der Organisation.
Anbieter prognostizieren BPM-Anwendern bessere Automatisierung und steigende Qualitätssicherung sowie starke Vereinfachung nötiger Prozessanpassungen. Mit BPM gewinnen neue technische Paradigmen Bedeutung für die Prozesssteuerung: Wertschöpfungsorientierung, ganzheitliches Abbilden der Abläufe, serviceorientierte Architekturen, regelbasierte Lösungen.

Diese auf Infrastruktur- und Applikationsebene bereits bekannten Fragestellungen führen zu neuen Standardisierungsversuchen, wie Business Process Execution Language For Web Services, Business Process Modeling Language oder Business Process Modeling Notation.

Trotz aktuell niedrigem Reifegrad im BPM-Markt sind die versammelten Akteure sehr leistungsfähig. Neben vielen innovativen Spezialanbietern engagieren sich bereits etablierte Kräfte in der Marktgestaltung. Daher wird es unter den Wettbewerbern wie auch unter den propagierten Standardisierungen sehr kurzfristig zur Konsolidierung kommen. Überlebenschancen haben hier neben Anbietern mit signifikantem BPM-Marktanteil diejenigen, die auf einer breiten Kundenbasis im ERP-, EAI- oder Webservice-Umfeld Standards bei Kunden durchsetzen können.

Insbesondere ERP-Anbieter werden momentan in der BPM-Fähigkeit unterschätzt. SAP zum Beispiel hat BPM bisher schlecht vermarktet. Auf Basis von Netweaver und Exchange Infrastructure sind aber gegenüber Fremdanbietern kostengünstigere und einfachere Lösungen gerade für SAP-zentrische Unternehmen etablierbar.

Der Einsatz von BPM-Tools ist eine technologisch komplexe Maßnahme - in der Regel jedoch nicht durch die IT angestoßen, sondern über Geschäftsbereiche in die IT getragen. Die Weiterentwicklung eines klassischen "Prozessoptimierungsprojekts" braucht ein anderes Vorgehen für bessere Abstimmung mit den technischen Rahmenbedingungen. Für ein Umsetzungsprojekt gelten daher folgende Regeln.

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