Infineon Der Ausverkauf geht weiter

Nach dem Verkauf des Glasfasergeschäfts will sich Infineon nun auch von einem Teil des Bereichs Optische Netzwerke trennen. Käufer ist das US-Technologieunternehmen Exar.

München - Der Chipkonzern Infineon  verkauft wesentliche Teile seiner Sparte für optische Netze an das US-Unternehmen Exar.

"Im Anschluss an den Verkauf eines wesentlichen Teils unserer Glasfaser-Aktivitäten ist der Verkauf der Optischen Netzwerke ein weiterer Schritt, um uns auf das Kerngeschäft im Bereich der drahtlosen Kommunikation und Breitbandzugangsnetze weiter zu fokussieren", sagte Vorstandsmitglied Loh Kin Wah. Exar werde die Aktivitäten bar zahlen, hieß es.

Die Vereinbarung umfasse Vermögenswerte im Bereich der Multi Bitraten TDM Framer Produkte, Fiber Channel über Sonet/SDH, Resilient Packet Ring (PPR) und spezifisches gestiges Eigentum für die Datenübertragung über Sonet, heißt es.

Der Verkauf solle zügig abgeschlossen werden. Nach Angaben eines Unternehmenssprechers wurde Stillschweigen über die finanziellen Details der Transaktion vereinbart. Die gesamten Optischen Netzwerk-Aktivitäten würden mit rund 70 Mitarbeitern einen Umsatz im niedrigen einstelligen Millionen-Euro Bereich pro Quartal erwirtschaften.

Von dem Verkauf sind dem Sprecher zufolge etwa ein Drittel der Beschäftigten betroffen. Derzeit gebe es mit Exar Gespräche über eine mögliche Übernahme der Mitarbeiter.

Unterdessen wurde bekannt, dass Infineon in Texas erneut wegen einer Patentverletzung bei Dram-Speicherchips verklagt wurde. Kläger ist das US-Unternehmen Mosaid Technologies .

Das kandische Unternehmen hatte zuletzt eine juristische Niederlage im Patentrechtsstreit mit Infineon hinnehmen müssen. Laut einem US-Gericht hat Infineon in sechs Fällen die Patente von Mosaid nicht verletzt. Zu einem weiteren Patent habe das Gericht noch keine Entscheidung getroffen, hieß es in einer Mitteilung der Kanadier.

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