Parkgebühren Handy statt Kleingeld

Normalerweise quillt das Portemonnaie regelrecht über vor schwerem Kleingeld. Nur wenn man es wirklich braucht – für Parkuhren beispielsweise – weist das Münzfach gähnende Leere auf. Das Bundesverkehrsministerium will den geplagten Autofahrern nun helfen und gibt grünes Licht für die Bezahlung der Abgaben via Mobiltelefon.

Berlin - Parkgebühren können in Deutschland künftig auch per Handy bezahlt werden. Bundesverkehrsminister Manfred Stolpe (SPD) habe dazu jetzt mit einer Ausnahmeverordnung zur Straßenverkehrsordnung die Voraussetzungen geschaffen, teilte sein Ministerium mit.

So ist es zum Beispiel möglich, Beginn und Ende der Parkzeit über das eigene Handy anzumelden oder so genannte elektronische Taschenparkuhren einzusetzen. Der Weg zum Parkscheinautomaten oder die Suche nach Kleingeld für die Parkuhr werden damit überflüssig. Zudem könne die Parkzeit minutengenau abgerechnet werden und die Kommunen hätten geringere Wartungskosten für Parkuhren und -automaten.

Ein Modellversuch "Handyparken" läuft bereits seit Anfang Februar in Berlin. Nach Anmeldung im Internet muss beim Abstellen des Autos lediglich eine kostenlose Telefonnummer angewählt werden, beim Wegfahren ebenso. Möglich ist auch eine Meldung per SMS. Die Parkgebühren werden vom Bankkonto eingezogen.