IBM 580 Jobs gefährdet

Der neue Deutschland-Chef von IBM hat von seinem Vorgänger Walter Raizner eine Reihe von Problemen übernommen. Um die Landessparte des Konzerns wieder wettbewerbsfähig zu machen, will Johann Weihen die Standorte in Hannover und Schweinfurt schließen. Betroffen sind rund 580 Mitarbeiter.

Stuttgart - Der US-Computerkonzern IBM  will in Deutschland zwei Rechenzentren aufgeben. Betriebsbedingte Kündigungen seien dabei nicht ausgeschlossen, teilte ein IBM-Sprecher am Freitag mit.

Betroffen seien die Standorte Hannover mit 250 Mitarbeitern und Schweinfurt mit 330 Beschäftigten. Die Verhandlungen mit der Arbeitnehmervertretung sollen am Montag beginnen.

"Wir bewegen uns in einem hart umkämpften Markt. Es geht um Effizienz und Kosten", begründete der Sprecher die Schließungspläne. Der Verzicht auf die Besetzung freier Stellen werde nicht genügen, um die Kosten ausreichend zu senken.

Die Gewerkschaft Verdi kritisierte die geplanten Entlassungen. IBM sei ein hochprofitables Unternehmen. Mit den Entlassungen wolle das Management Fehler im Outsourcinggeschäft ausmerzen, anstatt selber die Verantwortung zu übernehmen.

Der weltgrößte Computerkonzern beschäftigt in Deutschland rund 25.000 Mitarbeiter und zählt zu den führenden Informationsdienstleistern. Im September 2004 war nach dem Wechsel von Deutschland-Chef Walter Raizner zur Deutschen Telekom  Johann Weihen zum neuen Vorsitzenden der Geschäftsführung berufen worden.