Kabel Deutschland Ish-Anteile gehen an die Konkurrenz

Im September vergangenen Jahres gab Kabel Deutschland auf Druck des Kartellamts seine Pläne auf, mit der Übernahme von Ish, Iesy und Kabel BW zum TV-Monopolisten aufzusteigen. Für die Anteile an Ish hat das Unternehmen nun keine Verwendung mehr und verkauft sie an seinen Konkurrenten BC Partners.

Hamburg - Die Eigentümer des führenden deutschen Kabelanbieters Kabel Deutschland haben sich offenbar von ihrer Beteiligung am Konkurrenten Ish getrennt. Die Finanzinvestoren Goldman Sachs , Apax und Providence hätten ihre Anteile von insgesamt knapp 20 Prozent für etwas weniger als 150 Millionen Euro an den Hamburger Investor BC Partners verkauft, schreibt die "Financial Times Deutschland" unter Berufung auf informierte Kreise.

Für das Hamburger Unternehmen BC Partners, das bereits den Kabelanbieter Telecolumbus besitzt, sei die Übernahme der Ish-Anteile ein wichtiger Schritt, schreibt das Blatt weiter. Denn nachdem die Gläubigerbanken des mit etwa vier Millionen Kunden zweitgrößten deutschen Kabelbetreibers aus Nordrhein-Westfalen Ish zum Verkauf gestellt hätten, biete BC Partners neben den Investoren Apollo und Carlyle für die restlichen Anteile.

Ish wurde nach der Insolvenz der Mutterholding Callahan von 38 Gläubigerbanken des Unternehmens übernommen, die nun aussteigen wollten.

Die Eigentümer von Kabel Deutschland hätten die Ish-Anteile für damals 100 Millionen Euro ursprünglich gekauft, um für eine mögliche Fusion bereits einen Schritt in der Tür zu haben, schreibt das Blatt. Dieser Plan sei allerdings im vergangenen Jahr nach einem Veto des Bundeskartellamtes hinfällig geworden. Die Behörde hatte Sorge, dass in Deutschland ein zu großer Kabelmonopolist entstehe.