Laptops So schnell wie ein Pentium 4

PC-Prozessoren sind für tragbare Computer nur bedingt geeignet. Die Energiefresser saugen die Akkus leer und überhitzen schnell. Deswegen hat Intel die Centrino-Serie für Laptops entwickelt. Die neue Centrino-Generation ist fast so flink wie die Konkurrenz, wird aber nicht so heiß und braucht weniger Strom.

Berlin - Für den Notebook-Markt gilt das, was Ökonomen gerne eine Sonderkonjunktur nennen. Während der gesamte PC-Markt in den vergangen Jahren unter einem Nachfragerückgang litt und sich nur langsam wieder erholt, war die Nachfrage nach mobilen Rechnern nicht nur ungebrochen.

Die Hersteller verzeichneten im Gegenteil zweistellige Wachstumsraten. Für das laufende Jahr sagt das Marktforschungsinstitut IDC erneut für Europa eine Steigerung von knapp 20 Prozent des Notebook-Absatzes voraus.

Angeheizt haben in Deutschland nicht allein die Lebensmitteldiscounter Aldi und Lidl sowie die Elektronikmärkte Media Markt und Saturn die Sonderkonjunktur mit immer neuen Notebook-Angeboten. Auch Mobilfunkanbieter, Telekom-Unternehmen und kleine Cafés haben mit ihren Hotspots für drahtlosen Internetzugang dazu beigetragen.

Next Generation

Denn mit dem Notebook kann man inzwischen mehr als nur mobil Texte schreiben und Bilder bearbeiten. Ein großer Teil der handelsüblichen Laptops ist inzwischen ab Werk mit der Funktechnologie Wireless Local Area Network (W-Lan) ausgestattet, Anwender können also auch mobil surfen.

Ein Knopfdruck genügt: Der User des Notebooks Qosmio von Toshiba kann TV, CD- oder DVD-Player per Fernbedienung starten, ohne das Betriebssystem booten zu müssen. Mit Hilfe der Software Windows Media Center lassen sich sogar Fernsehsendungen auf die Festplatte aufnehmen. Das Multimedia-Schwergewicht (3,6 Kilo) kostet rund 2200 Euro.

Ein Knopfdruck genügt: Der User des Notebooks Qosmio von Toshiba kann TV, CD- oder DVD-Player per Fernbedienung starten, ohne das Betriebssystem booten zu müssen. Mit Hilfe der Software Windows Media Center lassen sich sogar Fernsehsendungen auf die Festplatte aufnehmen. Das Multimedia-Schwergewicht (3,6 Kilo) kostet rund 2200 Euro.

Der kleine Schwarze: Das High-End-Modell der Toshiba-Serie Tecra M2 verfügt über 60 Gigabyte Festplatte, ein so genanntes DVD-Supermulti-Laufwerk sowie ein integriertes Bluetooth-Modul. Unverbindliche Preisempfehlung: 3399 Euro.

Der kleine Schwarze: Das High-End-Modell der Toshiba-Serie Tecra M2 verfügt über 60 Gigabyte Festplatte, ein so genanntes DVD-Supermulti-Laufwerk sowie ein integriertes Bluetooth-Modul. Unverbindliche Preisempfehlung: 3399 Euro.

Leichtgewicht: Das Toshiba Portégé R100 wiegt kaum mehr als ein Kilo. Darin steckt ein Pentium-M-Prozessor mit 1,6 Gigahertz, zudem eine Festplatte mit 40 Gigabyte. Dafür müssen die Benutzer auf integrierte optische Laufwerke verzichten und sich mit einem 12,1-Zoll-Display begnügen.

Leichtgewicht: Das Toshiba Portégé R100 wiegt kaum mehr als ein Kilo. Darin steckt ein Pentium-M-Prozessor mit 1,6 Gigahertz, zudem eine Festplatte mit 40 Gigabyte. Dafür müssen die Benutzer auf integrierte optische Laufwerke verzichten und sich mit einem 12,1-Zoll-Display begnügen.

Konventionelles Design, stolzer Preis: Modelle der IBM-Serie Thinkpad T42 kosten zwischen 2400 und 3800 Euro. Die Mittelklasse-Variante verfügt über ein 15-Zoll-Display und einen Pentium-M-Prozessor mit 1,7 Gigahertz Taktfrequenz. Die teure Variante bietet zudem einen DVD-Player mit Aufzeichnungsfunktion.

Konventionelles Design, stolzer Preis: Modelle der IBM-Serie Thinkpad T42 kosten zwischen 2400 und 3800 Euro. Die Mittelklasse-Variante verfügt über ein 15-Zoll-Display und einen Pentium-M-Prozessor mit 1,7 Gigahertz Taktfrequenz. Die teure Variante bietet zudem einen DVD-Player mit Aufzeichnungsfunktion.

Das massive Business-Modell: Fast drei Kilo bringt das Compaq Notebook nw8000 von HP auf die Waage. Aufs Gewicht drücken der integrierte Brenner und das DVD-Laufwerk. Die technischen Daten können sich sehen lassen: Die teurere Variante (3449 Euro) hat eine Taktfrequenz von zwei Gigahertz sowie 1024 Megabyte Arbeitsspeicher.

Das massive Business-Modell: Fast drei Kilo bringt das Compaq Notebook nw8000 von HP auf die Waage. Aufs Gewicht drücken der integrierte Brenner und das DVD-Laufwerk. Die technischen Daten können sich sehen lassen: Die teurere Variante (3449 Euro) hat eine Taktfrequenz von zwei Gigahertz sowie 1024 Megabyte Arbeitsspeicher.

Das Ultraportable: Das IBM Thinkpad X40 eignet sich für Geschäftsleute, die meistens unterwegs sind. Bis zu 7,5 Stunden hält der Akku bei dem teureren Modell durch, die Laufzeit lässt sich auf mehr als zehn Stunden erweitern. Der Pentium-M-Prozessor verfügt, je nach Modell, über bis zu 1,7 Gigabyte. Nachteile: keine integrierten optischen Laufwerke vorhanden, kleines Display.

Das Ultraportable: Das IBM Thinkpad X40 eignet sich für Geschäftsleute, die meistens unterwegs sind. Bis zu 7,5 Stunden hält der Akku bei dem teureren Modell durch, die Laufzeit lässt sich auf mehr als zehn Stunden erweitern. Der Pentium-M-Prozessor verfügt, je nach Modell, über bis zu 1,7 Gigabyte. Nachteile: keine integrierten optischen Laufwerke vorhanden, kleines Display.

20 Millimeter schlank: Das Dell-Gerät Latitude X300 gehört zu den besonders mobilen Notebooks, die sich für reisefreudige Manager eignen. Auf Wunsch lässt sich der Arbeitsspeicher auf bis zu 1152 Megabyte ausweiten. Optional baut der Hersteller auch CD- und DVD- Laufwerke ein. Dann dürfte das Notebook allerdings sein Standardgewicht von 1,3 Kilo kaum noch halten können.

20 Millimeter schlank: Das Dell-Gerät Latitude X300 gehört zu den besonders mobilen Notebooks, die sich für reisefreudige Manager eignen. Auf Wunsch lässt sich der Arbeitsspeicher auf bis zu 1152 Megabyte ausweiten. Optional baut der Hersteller auch CD- und DVD- Laufwerke ein. Dann dürfte das Notebook allerdings sein Standardgewicht von 1,3 Kilo kaum noch halten können.

Die D-Klasse: Wie das Dell Latitude D600 ausgestattet werden soll, kommt ganz auf den Benutzer an. Er kann bezüglich der Taktfrequenz zwischen 1,3 und 1,6 Megahertz wählen. Zudem bietet ein so genannter Multifunktionsschacht mehrere Möglichkeiten: Dort lassen sich verschiedene CD- oder DVD-Laufwerke, ein zweiter Akku oder auch eine weitere Festplatte einbauen. Nutzer des Latitude D600 kritisieren allerdings, dass die D-Klasse nicht mit der früheren C-Serie kompatibel sei.

Die D-Klasse: Wie das Dell Latitude D600 ausgestattet werden soll, kommt ganz auf den Benutzer an. Er kann bezüglich der Taktfrequenz zwischen 1,3 und 1,6 Megahertz wählen. Zudem bietet ein so genannter Multifunktionsschacht mehrere Möglichkeiten: Dort lassen sich verschiedene CD- oder DVD-Laufwerke, ein zweiter Akku oder auch eine weitere Festplatte einbauen. Nutzer des Latitude D600 kritisieren allerdings, dass die D-Klasse nicht mit der früheren C-Serie kompatibel sei.

Safety first: Wer mit dem Samsung X30 arbeiten will, muss sich erst mit Hilfe seines Fingerabdrucks identifizieren lassen. Das Notebook verfügt über ein entsprechendes Lesegerät. Zudem bietet das X30 ein relativ großes Display (15,4 Zoll), 40 Gigabyte Festplatte und 512 Megabyte Arbeitsspeicher.

Safety first: Wer mit dem Samsung X30 arbeiten will, muss sich erst mit Hilfe seines Fingerabdrucks identifizieren lassen. Das Notebook verfügt über ein entsprechendes Lesegerät. Zudem bietet das X30 ein relativ großes Display (15,4 Zoll), 40 Gigabyte Festplatte und 512 Megabyte Arbeitsspeicher.


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Erkannt - und befördert - hat diesen Trend auch der Halbleiterhersteller Intel. Der Branchenprimus stellte vor rund zwei Jahren seine Centrino Mobiltechnologie vor. Zusätzlich zum damals neuen Notebook-Chip Pentium M enthält das Set ein W-Lan-Modul und einen speziellen Chipsatz, der für die Kommunikation zwischen den einzelnen Komponenten verantwortlich ist.

Neben der bereits eingebauten Funktechnik sollten vor allem lange Akku-Laufzeiten dazu beitragen, Notebook-Nutzer vom Kabel zu befreien. Vier bis sechs Stunden halten Centrino-Notebooks meistens durch, bis sie wieder aufgeladen werden müssen, während herkömmliche Modelle teilweise bereits nach anderthalb Stunden zwangsweise in den Ruhezustand wechseln.

Nach einigen kleineren Updates - unter anderem wurde das W-Lan-Modul für schnellere Datentransfers neben dem Standard 802.11b auch auf 802.11b und 802.11g ausgebaut - hat Intel nun die zweite Centrino-Generation vorgestellt. Bestandteil der Technik, die auch unter dem Codenamen Sonoma firmiert, ist unter anderem ein erneuerter Pentium M.

Konkurrenz zum Pentiom 4 oder AMD Athlon

2,13 GHz getaktet, 533 MHz Frontsidebus

Der Notebook-Prozessor bietet neben Taktraten von bis auf 2,13 Gigahertz (GHz) einen mit 533 Megahertz (MHz) um 33 Prozent beschleunigten Frontsidebus - der Chip rechnet also nicht nur schneller als bisherige Versionen, der kommuniziert auch schneller mit den übrigen Bestandteilen des Notebooks.

In einem ersten Leistungstest hat die Computerzeitschrift "c't" (Ausgabe 3/2005) festgestellt, dass das Topmodell mit 2,13 GHz es durchaus mit einem Pentium 4 mit einer fast doppelt so schnellen Taktrate von 3,8 GHz oder einem Athlon 64 4000+ von Intel-Konkurrent AMD aufnehmen kann.

Verbesserungen verspricht Intel auch bei der Grafikleistung. Sie soll sich mit dem Chipsatz 915G bei manchen Anwendungen verdoppelt haben. Zwar gibt es nach dem ersten Test der "c't" auf dem Markt Notebooks mit noch leistungsfähigerer Grafik. Doch dürften die mehr Energie schlucken und müssen daher schneller wieder an die Steckdose.

Alternativen zu Centrino

Centrino mag eine elegante Möglichkeit sein, drahtlos mit dem Notebook zu surfen - die einzige ist es nicht.

Handelsübliche Notebooks verfügen in der Regel über mindestens einen Schacht für so genannte PCMCIA-Karten. Neben Modems und Adaptern für Speicherkarten gibt es im Handel W-Lan-Karten in diesem Format. Mit einer solchen Karte lässt sich ein auch älteres Notebook für weniger als 50 Euro für den drahtlosen Zugang zum Internet nachrüsten.

Neben dem standardmäßig eingebauten W-Lan zeichnet sich Centrino durch den besonders Strom sparenden Prozessor Pentium M aus. Auf dem Markt gibt es jedoch noch andere energieeffiziente Chips, die sich besonders für den Notebook-Einsatz eignen. Intel selbst bietet den Celeron M, die mobile Version aus der Einsteiger-Prozessorlinie an. Auch AMD hat Versionen seines Athlon speziell für den Notebook-Einsatz im Programm.

Neben den längeren Akku-Laufzeiten haben die Notebook-Prozessoren einen weiteren Vorteil: Durch den geringeren Energieverbrauch werden sie in der Regel nicht so heiß. Das Notebook braucht daher nur einen kleineren Lüfter, der zumeist leiser ist. Das macht das Surfen mit dem Notebook auf dem Schoß angenehmer.

Offensichtlichstes Manko der Centrino-Notebooks bleibt der Preis. Notebooks mit der Strom sparenden Technik sind teuerer als mobile Rechner mit herkömmlichen Prozessoren. Während der Einstiegspreis bei Notebooks mit Intels Billig-Chip Celeron oder einem günstigen AMD-Prozessor inzwischen auf bis zu 800 Euro gefallen ist, ist ein Centrino-Gerät kaum unter 1000 Euro zu haben. Wer einen wirklich leichten Rechner möchte, muss deutlich mehr bezahlen. Laptops, die weniger als 2,5 Kilogramm auf die Waage bringen, kosten schnell 1500 Euro.

Björn Sievers, DDP