Hubert Burda "Manthey weilt zu oft und zu lange in Malibu"

Der Chef des Burda-Verlags, Hubert Burda, kontert im Gespräch mit manager magazin die Vorwürfe des Milchstraße-Gründers Dirk Manthey. Dieser hatte die Übernahme des Hamburger Verlags als "feindlich" bezeichnet. Zugleich macht Burda den Milchstraße-Mitarbeitern Hoffnung auf eine Stärkung ihrer Titel.
Von Klaus Boldt

Hamburg - Hubert Burda (64), Chef des Burda-Verlags, äußert sich gegenüber manager magazin erstmals öffentlich über die jüngsten Akquisitionen des Münchener Medienhauses. Die fast komplette Übernahme der Hamburger Verlagsgruppe Milchstraße (unter anderem "TV Spielfilm", "Max", "Fit for Fun") hatte deren Gründer Dirk Manthey mit einer "feindlichen Übernahme" verglichen.

Burda zeigt im Interview mit manager magazin - das vollständige Gespräch erscheint in der neuen Ausgabe am Freitag (21. Januar) - kein Verständnis für diesen Vorwurf: Man habe fast ein Jahr lang verhandelt, feindliche Übernahme sei "ein Begriff, mit dem weder bei uns noch in der Milchstraße jemand etwas anfangen kann".

Zu der Behauptung Mantheys, dass der Burda-Verlag selbst ein Übernahmekandidat sei, sagt Burda: "Ich glaube, dass Herr Manthey manchmal einfach zu oft und zu lange in Malibu weilt."

Die Einstellung von Zeitschriften der in wirtschaftlichen Schwierigkeiten steckenden Milchstraße ist derzeit offenbar nicht geplant: "Wir denken viel eher an die Einführung neuer als an die Einstellung alter Titel", sagt Burda.

Allerdings wolle man die Vermarktung der Burda- und der Milchstraße-Objekte optimieren und den Werbekunden in vermutlich absehbarer Zeit "'TV Spielfilm', 'TV Today' und 'Focus' als Anzeigenkombination anbieten".

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