mmO2 Kleinanleger ade

Einfach O2 soll der britische Mobilfunkkonzern künftig heißen. Zwar ist dieser Name als Marke den Handykunden schön längst bekannt, doch nun soll auch an der Börse umfirmiert werden. mmO2 will mit der Namensänderung die vielen Kleinanleger rausdrängen.

London - Der britische Mobilfunkkonzern mmO2 will seine Aktionärsstruktur vereinfachen. Deshalb soll das Unternehmen an eine neue Gesellschaft übertragen werden. Der Firmenname werde dann auf O2 geändert, teilte die Gesellschaft am Mittwoch mit.

Mit der Übertragung des Konzerns mmO2  auf die neu geschaffene O2 Plc will die Unternehmensführung die Kosten drücken, die durch die breite Aktionärsbasis entstehen. Über eine Million der Aktionäre - mehr als die Hälfte - sind Kleinanleger, die nur 3,5 Prozent der Anteile halten. Die Anleger hatten ihre mmO2-Aktien bei der Abspaltung der Gesellschaft von BT erhalten.

Die Umorganisation begründeten die Briten mit den hohen Aufwendungen, die durch die Kleinanleger entstehen. Die Kosten alleine für die Auszahlung der geplanten Dividende seien immens, hieß es. In Einzelfällen fielen diese höher aus als die gezahlte Dividende.

Daher bietet mmO2 bei der Übertragung der Gesellschaft den Kleinanlegern eine Barzahlung von mindestens 105 Pence je Aktie an. Das nötige Kapital will sich der Konzern mit dem Verkauf von eigenen Aktien an der Börse besorgen. Das Unternehmen will dafür voraussichtlich 300 Millionen Titel platzieren.

Die Aktionäre sollen dem komplizierten Verfahren auf einer außerordentlichen Hauptversammlung am 14. Februar zustimmen. Die Aktie von mmO2 soll zum 11. März eingestellt werden, die erstmalige Notierung der Neugesellschaft O2 soll dann am 14. März erfolgen.

Das Unternehmen äußerte sich zuversichtlich über die Entwicklung des laufenden Geschäftsjahres 2004/2005 (Ende März). Dieses verlaufe erwartungsgemäß, hieß es. mmO2 ist neben Großbritannien in Deutschland und Irland aktiv. Für das laufende Geschäftsjahr will das Unternehmen erstmals eine Dividende zahlen.