Peoplesoft Oracle übernimmt die Macht

Monatelang dauerte der Abwehrkampf des Softwareherstellers Peoplesoft. Mitte Dezember willigte das Unternehmen schließlich in die feindliche Übernahme durch seinen größeren Konkurrenten Oracle ein. Nun geht alles ganz schnell: Aktien wechseln den Besitzer und Vorstände werden ersetzt.

Redwood Shores - Der US-Softwarehersteller Oracle  hat im Zuge der vereinbarten Übernahme die Kontrolle über den kleineren Wettbewerber Peoplesoft  erlangt. Im Rahmen des Übernahmeangebotes seien dem Konzern rund 75 Prozent des Aktienkapitals von Peoplesoft angeboten worden, teilte Oracle mit.

Oracle werde die Geschäftsführung von Peoplesoft nun mit vier eigenen Vertretern besetzen. Vorstandschef und Unternehmensgründer David Duffield, der erst im Oktober als Nachfolger des entlassenen Vorstandsvorsitzenden Craig Conway benannt worden war, trat am Dienstag gemeinsam mit drei anderen Managern zurück. Damit verfüge Oracle über die Mehrheit bei den Vorständen. Zwei der bisherigen Peoplesoft-Vertreter würden ihre Position bis zum Abschluss der Fusion beider Unternehmen weiter ausüben.

Nach dem Auslaufen des Übernahmeangebots am Dienstag könnten weitere Aktien bis zum 4. Januar angedient werden. Mitte Dezember hatte die Führung von Peoplesoft nach langem Abwehrkampf der Übernahme durch Oracle zugestimmt. Der Konzern bietet 10,3 Milliarden US-Dollar für den kleineren Konkurrenten.

Peoplesoft hatte im vergangenen Quartal (Ende September) die Erwartungen übertroffen. Der Softwareanbieter setzte nach 624 Millionen Dollar im Vorjahr nun 699 Millionen Dollar um. Analysten hatten nur mit 659 Millionen gerechnet. Der Gewinn lag bei 23,6 Millionen Dollar. Im Vorjahr hatte Peoplesoft noch einen Verlust von 7,3 Millionen Dollar ausgewiesen.

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