Bitkom-Kritik "Elster-Verfahren noch zu unsicher"

Ab dem 1. Januar 2005 dürfen Unternehmen ihre Umsatz- und Lohnsteuervoranmeldungen nur noch elektronisch übermitteln. Kurz vor dem Jahreswechsel kritisiert der IT-Branchenverband Bitkom die fehlende Sicherheit des so genannten Elster-Verfahrens und verunsichert dadurch viele der betroffenen Firmen.

Berlin - Auf gravierende Sicherheitslücken bei der Übermittlung von Umsatz- und Lohnsteuerdaten an die Finanzämter hat der Informations- und Kommunikationstechnikverband Bitkom hingewiesen. Das von Unternehmen für die elektronische Übermittlung genutzte Elster-Verfahren könne von Dritten manipuliert werden, warnte der Verband.

Unternehmen sind vom 1. Januar 2005 an verpflichtet, ihre Umsatzsteuerschuld sowie die Lohnsteuer dem Finanzamt elektronisch zu melden. Dabei kann künftig auch das bisher für die Einkommensteuer eingesetzte Elster-Verfahren im Internet genutzt werden.

Dabei gibt es laut Bitkom aber einen Unterschied: Bei Meldung der Umsatzsteuer über das Programm Elster (Elektronische Steuererklärung) müssten sich die Unternehmen nicht authentifizieren. Somit sei es jedem möglich, die Umsatz- und Lohnsteuer für jedes beliebige Unternehmen anzumelden, sofern er dessen Namen und Steuernummer kennt.

Bitkom-Steuerexpertin Anja Olsok empfiehlt den Unternehmen, bis zur Einführung eines sicheren Verfahrens für die Steueranmeldung den Finanzämtern die Einzugsermächtigungen zu kündigen und die Steuerschuld selbst zu überweisen.

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