Sonntag, 21. April 2019

Breitband WiMAX löst W-Lan ab

Die Entwicklung im Breitbandgeschäft erreicht einen neuen Höhepunkt. WiMax nennt sich die drahtlose Internetverbindung, die eine enorme Reichweite aufweisen und deutlich schneller als UMTS und W-Lan sein soll.

Bonn - Vor allem die Telekom-Festnetztochter T-Com bekommt es allmählich zu spüren: Das Handy entwickelt sich zur Konkurrenz für das Festnetz. An den Grenzen des zahlenmäßigen Wachstums angekommen, beginnen Handy-Anbieter, durch günstigere Tarife ihren Kunden den häufigeren Gebrauch des mobilen Telefons bis hin zum Verzicht auf den herkömmlichen Anschluss schmackhaft zu machen. Aber auch Breitbandverbindungen ins Internet, bisher meist per DSL im Festnetz verwirklicht, könnten auf drahtlose Wege ausweichen.

 Regulierer Kurth: Günstige Bedingungen für WiMAX
DPA
Regulierer Kurth: Günstige Bedingungen für WiMAX
Die Bonner Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post plant nach den Worten ihres Präsidenten Matthias Kurth eine Anhörung über die neueste Entwicklung, die in ersten Varianten schon im nächsten Jahr auf den Markt kommen könnte. WiMAX ist die Bezeichnung für eine drahtlose Technik, von der ihre Protagonisten wahre Wunderdinge zu berichten wissen.

Ein internationales Unternehmensforum unter Einschluss aller großen Telekommunikationskonzerne einschließlich der Deutschen Telekom Börsen-Chart zeigen ist dabei, die Standards festzulegen. WiMAX soll rasend schnellen Internetzugang per Laptop außer Haus und in einer späteren Stufe möglicherweise auch aus dem fahrenden Auto ermöglichen.

Außerdem würde sich die Technik hervorragend eignen, ländliche Gebiete oder Regionen in Entwicklungsländern vergleichsweise preisgünstig an das Breitbandnetz anzuschließen, in denen die Verlegung von Kabeln sich nicht lohnen würde. Der deutsche Festnetzanbieter Arcor hat bereits Interesse am Einsatz von WiMAX für diesen Zweck erkennen lassen.

UMTS ist zu langsam

Bisher ist UMTS eine Möglichkeit, von unterwegs ins Internet zu kommen oder Daten an den Firmencomputer zu übermitteln. UMTS ist allerdings nicht so sehr schnell: 384 Kilobit pro Sekunde sind zwar viel mehr als die etwa 50 Kilobit der alten GPRS-Technik auf dem Handy. Dem durch Verbindungen mit 1.000 oder sogar 4.000 Kilobit pro Sekunde verwöhnten DSL-Nutzer kommt das aber schon langsam vor.

Mit deutlich schnellerem Zugang kann die W-Lan-Technik, auch WiFi genannt, aufwarten. Überall in Deutschland haben Telekom, Vodafone Börsen-Chart zeigen und Mitbewerber inzwischen so genannte Hotspots errichtet, in Cafes, Flughäfen, Hotel-Lobbys. Bis zu 56 Megabit (56.000 Kilobit) pro Sekunde schnell fließen die Daten zum Laptop am Kaffeehaustisch.

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