Kabel Deutschland Breitband in zehn weiteren Städten

Konkurrenz für die Telekom: Nach ersten Erfahrungen mit schnellen Internetzugängen per Fernsehkabel will Kabel Deutschland sein Angebot auch auf andere Städte ausweiten und damit Marktanteile gewinnen.

Unterföhring - Der Fernsehkabelbetreiber Kabel Deutschland will sein Internetangebot im kommenden Jahr ausbauen. Wie das Unternehmen mitteilte, sollen schnelle Internetzugänge per Fernsehkabel 2005 in mindestens zehn weiteren Städten vermarktet werden, darunter Dresden, Gera, Hamburg, Kiel und Koblenz. Bisher versorgt Kabel Deutschland nur Kunden in Bayreuth, Berlin, Leipzig, München und Saarbrücken neben Kabelfernsehen auch mit Internet.

Aufgrund der Erfahrungen und der Kundenakzeptanz in den bisherigen Pilotstädten gehe das Angebot dort nun in den Regelbetrieb über, teilte das Unternehmen weiter mit. Mitte November kam der Kabelnetzbetreiber in diesem Segment auf rund 7000 Kunden. Kabel Deutschland betreibt die Kabelnetze in 13 Bundesländern und versorgt rund zehn Millionen angeschlossene TV-Haushalte.

In diesem Jahr war Deutschlands größter Kabelnetzbetreiber mit der Übernahme kleinerer Konkurrenten am Kartellamt gescheitert. Erst vor kurzem geriet der Kabelnetzbetreiber wieder in die Schlagzeilen, weil das Unternehmen trotz eines Verbots der Bonner Wettbewerbshüter seine Anteile an dem nordrhein-westfälischen Konkurrenten Ish erhöht haben soll.

Im Gegensatz zu Ländern wie den USA spielt in Deutschland der Internetzugang per Fernsehkabel bisher kaum eine Rolle. Die Deutsche Telekom  verfügt mit ihren DSL-Zugängen per Telefonleitung über einen Marktanteil von über 90 Prozent. Auch alternative Anbieter wie Versatel  und Arcor spielen nur eine untergeordnete Rolle.