Donnerstag, 17. Oktober 2019

Surfbeschleuniger Schneller surfen ohne DSL

Breitband verspricht schnelles Surfen, doch nicht überall haben die Nutzer die Möglichkeit, DSL zu ordern. Anderen sind die monatlichen Gebühren für einen DSL-Anschluss einfach zu teuer. Wer dennoch nicht auf schnelles Surfen verzichten möchte, der kann auf Softwareprogramme zurückgreifen, die die Daten aus dem Netz komprimieren.

München - Schnelle DSL-Internetzugänge sind nicht flächendeckend verfügbar in Deutschland. Vielen Gelegenheitssurfern ist darüber hinaus auch die monatliche Grundgebührt zu teuer. Eine Alternative für schnellere Internetverbindungen bilden nach einem Bericht der "PC-Welt" (Ausgabe 1/2005) so genannte Surfbeschleuniger. Sie sorgten dafür, dass Websites schneller geladen und das Surftempo deutlich erhöht wird.

 DSL-Alternative: Server komprimiert die Daten
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DSL-Alternative: Server komprimiert die Daten
Surfbeschleuniger bestehen den Angaben nach aus einem Programm, das der Anwender auf seinem PC installiert, und einem speziellen Server. Der Server komprimiert die Daten, die der Anwender per Browser aus dem Web anfordert, bevor er sie an den PC schickt. Über die schmale ISDN/Modem-Verbindung müssen somit wesentlich weniger Daten laufen, die Surfgeschwindigkeit steigt.

Im Test von zwei Surfbeschleunigern zeigte das Programm Onspeed die beste Leistung, wie das Magazin berichtet. Die Stärke des Dienstes liege vor allem in der Komprimierung von Bilddateien, wobei rein rechnerisch bis zu viermal schnelleres Surfen im Web möglich sei. Durch das Verfahren leide allerdings die Darstellung der Bilder auf Websites. Der Anwender könne jedoch im Programm selbst einstellen, wie stark die Bilder komprimiert werden sollen. Der Dienst kostet 39,99 Euro pro Jahr.

Neben dem Einsatz von Surfbeschleunigern sind ISDN-Anwender gegenüber Modem-Nutzern im Vorteil. Da ein ISDN-Anschluss über zwei Datenkanäle verfügt, kann die Datenübertragung von 64 Kilobit pro Sekunde (Kbit/s) auf 128 Kbit/s verdoppelt werden.

Allerdings fallen dafür auch die doppelten Internetgebühren an, und gleichzeitiges Telefonieren ist nicht möglich. Daher lohnt sich die Kanalbündelung vor allem dann, wenn möglichst schnell Daten aus dem Internet heruntergeladen werden sollen. Da der Anwender die gewünschten Daten rein rechnerisch in der Hälfte der Zeit erhält, zahlt er auch nicht mehr Gebühren als mit normalem Tempo.

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