Kabel Deutschland Eigner erhöhen trotz Verbot Anteile an Ish

Obwohl das Bundeskartellamt ein Übernahmeverbot ausgesprochen hat, sollen die Kabel-Deutschland-Eigner ihre Beteiligungen an dem Kölner Netzbetreiber Ish erhöht haben. Unklar ist bis jetzt, was das Unternehmen mit der Beteiligung erreichen will.

Frankfurt - Die Eigentümer des größten deutschen Kabelnetzbetreibers Kabel Deutschland (KDG) haben in den vergangenen Monaten Beteiligungen von zusammen 15 bis 20 Prozent am nordrhein-westfälischen Konkurrenten Ish erworben.

Wie die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" aus Finanzkreisen erfuhr, haben die KDG-Gesellschafter Apax, Goldman Sachs Capital  und Providence Equity weitere Ish-Anteile gekauft, auch nachdem das Bundeskartellamt im September die Übernahme des Kölner Unternehmens sowie zwei anderer regionaler Kabelnetzbetreiber durch die KDG verboten hat.

Ish versorgt in Nordrhein-Westfalen rund 4 Millionen Haushalte mit Kabelfernsehen. Bislang wird der Netzbetreiber vor allem von seinen Gläubigerbanken kontrolliert und steht derzeit zum Verkauf. Nach Brancheninformationen sollen Finanzinvestoren auf vorläufiger Basis 1,6 bis 1,7 Milliarden Euro für die Gesellschaft bieten.

Was die KDG-Eigner mit den Ish-Anteilen vorhaben, sei noch offen. Mögliches Ziel könnte eine strategische Partnerschaft mit Ish sein, berichtet das Blatt. Denkbar sei aber auch, dass die Eigentümer von dem bevorstehenden Verkauf der Ish profitieren wollen, indem sie die Anteile des Netzbetreibers anschließend wieder veräußern.

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