Montag, 14. Oktober 2019

Arcor Schwächen im DSL-Geschäft

Die Vodafone-Tochter Arcor fällt im Kampf um DSL-Kunden zurück. Der Zuwachs an Neukunden ist im dritten Quartal deutlich geringer als bei United Internet, Freenet und T-Online. Der Umsatz stieg jedoch um 14 Prozent.

Frankfurt/Main - Der Telekommunikations-Anbieter Arcor ist in den Monaten April bis September im Wettbewerb um DSL-Kunden hinter seine Konkurrenten zurückgefallen. Wie die Tochter des britischen Mobilfunkkonzerns Vodafone Börsen-Chart zeigen am Donnerstag mitteilte, erhöhte sich die Zahl der DSL-Kunden in der ersten Hälfte des Geschäftsjahres 2004/05 um 54.000 auf nun 223.000.

Arcor-Chef Harald Stöber: Das Interesse an Breitband-Anschlüssen für das Internet sorgt für einen Festnetzboom
Damit liegt der Zuwachs allerdings deutlich hinter dem von Freenet Börsen-Chart zeigen, United Internet Börsen-Chart zeigen und T-Online Börsen-Chart zeigen. Alleine United Internet gewann im dritten Quartal knapp doppelt so viele Neukunden wie Arcor im gesamten ersten Halbjahr. Die Anbieter der schnellen Internetverbindung liefern sich seit Monaten einen kostenintensiven Wettbewerbskampf um die gewinnträchtigen DSL-Kunden.

Der Arcor-Chef Harald Stöber wertet ungeachtet der schwachen Entwicklung das DSL-Geschäft die Zahlen als Erfolg. "Wir haben unsere Position als stärkster Konkurrent der Telekom gefestigt." Treiber des Erfolgs seien DSL- und ISDN-Pakete. Das Interesse an Breitband-Anschlüssen für das Internet sorge für einen Festnetzboom. Arcor erreicht mit einem eigenen Netz rund 40 Prozent der Bevölkerung. In den übrigen Gebieten nutzt der Anbieter das Netz der Deutschen Telekom Börsen-Chart zeigen.

Die Vodafone-Tochter erhöhte im ersten Geschäftshalbjahr den Umsatz um 14 Prozent auf 755 Millionen Euro. Der Gewinn vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (Ebitda) verfünffachte sich auf 102 Millionen Euro. Zum Überschuss machte Arcor keine Angaben. Vodafone zählt Arcor nicht zum Kerngeschäft und will die Tochter daher verkaufen.

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