ProSiebenSat.1 Der Weg führt in die USA

Die Fernsehgruppe will in den USA ein deutschsprachiges Programm ausstrahlen. Auf "ProSiebenSat.1 Welt" wird es neben aktuellen Nachrichte auch Sendungen wie "TV Total" oder Bundesliga-Spiele zu sehen geben.

München - Nach dem deutschen Auslandsfernsehen German TV startet auch die ProSiebenSat.1-Gruppe  Anfang 2005 ein deutschsprachiges TV-Programm in den USA. "ProSiebenSat.1 Welt" werde aktuelle Nachrichten aus Deutschland sowie Filme, Serien, Comedy, Magazine und Shows der Senderfamilie ausstrahlen, kündigte die ProSiebenSat.1 Media AG am Dienstag in München an. Zudem sollen jede Woche zwei Spiele der ersten Fußball-Bundesliga live übertragen werden.

Als Zielgruppe nannte das Unternehmen die rund eine Million deutschsprachigen Zuschauer, die in den USA leben. Finanzieren werde sich das Angebot durch Abonnenten-Entgelte und Werbung. Für 2007 sei das Erreichen der Gewinnschwelle geplant.

Guillaume de Posch, Vorstandsvorsitzender der ProSiebenSat.1-Gruppe, sieht in dem TV-Programm ein erstes Projekt zur Mehrfachverwertung der Senderangebote. Dieses Auslandsprogramm wolle man in Zukunft in weitere Märkte exportieren, sagte er.

ProSiebenSat.1 Welt wird über das US-Satelliten-Network ausgestrahlt. Die Nachrichten werden den Angaben zufolge im Berliner Hauptstadtstudio von N24 zwei Mal täglich speziell für die USA zusammengestellt. Zum Programm gehören auch Serien wie "Der Bulle von Tölz" oder "Edel & Starck" sowie Eigenproduktionen aus den Filmreihen "Made by ProSieben" und "Der große Sat.1 Film". Zudem werde Stefan Raab ab Januar mit "TV total" täglich zu sehen sein.

German TV wird seit April 2002 für 15 Dollar monatlich vor allem in den USA verbreitet. Für die Finanzierung des Kanals, der "das Beste des öffentlich-rechtlichen Fernsehens" liefern will, hat der Bund laut "Spiegel" bis einschließlich 2005 jährlich 5,1 Millionen Euro aus Steuermitteln als Anschubfinanzierung gewährt. Weil das nicht reiche, schieße derzeit die Deutsche Welle jährlich noch rund eine Million zu.

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