Vodafone Der Abstand zu T-Mobile schrumpft

Der Mobilfunkkonzern Vodafone ist in Deutschland in den vergangen drei Monaten deutlich schneller gewachsen als Marktführer T-Mobile. Das britische Unternehmen gewann doppelt so viele Neukunden wie die Telekom-Tochter. Einziger Wehrmutstropfen: Der durchschnittliche Umsatz pro Kunde schrumpft.

Düsseldorf - Vodafone hat im vergangenen Quartal in Deutschland doppelt so viele Kunden hinzugewonnen wie Wettbewerber T-Mobile. Zwischen Juli und September, also im zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2004/2005 (31. März), stieg die Zahl der Nutzer um 618.000 auf knapp 26,1 Millionen. Das sind immer noch 1,3 Millionen Kunden weniger als beim Marktführer T-Mobile.

Bei T-Mobile kamen im gleichen Zeitraum nur 300.000 Kunden hinzu. Auch die Nummer Drei hier zu Lande, die KPN-Tochter E-Plus, lag mit einem Zuwachs von 349.000 Kunden über dem Marktführer. Das Unternehmen kommt damit auf etwa 9,1 Millionen Kunden.

Bei Vodafone hat das Kundenwachstum damit im bisherigen Jahresverlauf an Dynamik gewonnen. Im ersten Geschäftsquartal gewann der Mobilfunkbetreiber 462.000 Neukunden. Ende September telefonierten nach Unternehmensangaben 51 Prozent der Teilnehmer mit einer Vodafone-Prepaid-Karte, 49 Prozent hatten einen Laufzeitvertrag abgeschlossen.

Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) kletterte nach Unternehmensangaben um 9 Prozent im Jahresvergleich auf zwei Milliarden Euro. Der Umsatz habe gleichzeitig um 6 Prozent auf 4,2 Milliarden Euro zugelegt. Die Kündigungsrate bezifferte Vodafone Deutschland im abgelaufenen Quartal auf 18 Prozent. Der durchschnittliche Umsatz im Zwölf-Monatsschnitt pro Kunde fiel von 26 Euro auf 25,50 Euro.

Zusätzliche Wachstumsimpulse erhofft sich Vodafone in Deutschland durch UMTS. Die neue Technologie werde bereits in diesem Weihnachtsgeschäft eine Rolle spielen. In Deutschland werden dafür sieben neue UMTS-Telefone in allen Preisklassen angeboten.

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