Mobilfunk Handyabsatz bricht in Japan ein

Warnende Stimmen prognostizieren ein Ende der hohen Wachstumsraten bei den Handyverkäufen. In Japan ist das bereits geschehen. In den vergangenen sechs Monaten sank der Absatz von mobilen Telefonen deutlich.

Tokio - 2004 setzen die Handyhersteller mal wieder mehr Geräte ab als ursprünglich für dieses Jahr erwartet. Die Marktforscher von Strategy Analytics rechnen mit etwa 670 Millionen Handys in diesem Jahr - ein Plus von 30 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Wenn es nach den Herstellern ginge, dann hielte dieses Plus auch die nächsten Jahre an. So sprechen Nokia  und Co. auch gerne vom andauernden Plus.

Doch es gibt auch warnende Stimmen im Markt. Eben die Marktforscher von Strategy Analytics sind es auch, die von einem abrupten Ende des Wachstums sprechen. Als Grund nennen die Experten das nahende Ende der ersten Verkaufswelle von Kamerahandys in den Industrieländern.

Wie zur Bestätigung meldet der japanischen Branchenverband Jeita, dass der Handyabsatz in Japan von April bis September eingebrochen ist. Die Auslieferungen seien in dem Zeitraum um 16,1 Prozent auf 21,7 Millionen Gerät zurückgegangen, teilte der Verband am Montag mit. Dies sei der erste Rückgang in zwei Jahren.

Im Vorjahreszeitraum war der Absatz vor allem durch den Verkauf von Kamerahandys getrieben worden. Für den weiteren Jahresverlauf (Ende März 2005) rechnet der Verband wegen der breiteren Einführung von UMTS mit einer steigenden Nachfrage nach Mobiltelefonen. Im Jahresvergleich erwarten die Experten einen Rückgang.

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