HSDPA Turbo für das UMTS-Netz

Die dritte Mobilfunkgeneration UMTS ist in Europa noch gar nicht in Schwung gekommen, da sprechen die Experten schon von der Nachfolgetechnologie HSDPA. Sie ist noch schneller und soll vor allem dem Handy-Fernsehen den Durchbruch bringen.

Düsseldorf - Dank der Technologie HSDPA soll die Datenübertragung in UMTS-Netzen bald so schnell sein wie über den DSL-Anschluss im Festnetz. Dabei können die Downloads auf maximal 14 Megabits pro Sekunde beschleunigt werden. Solche Raten werden vor allen Dingen die Zukunft des Handy-Fernsehens voran bringen.

Wenn HSDPA (High Speed Downlink Packet Access) etwa Mitte nächsten Jahres einsatzbereit ist, werden die Downloadraten zunächst bei zwei bis drei Megabits pro Sekunde in der Empfangsrichtung liegen, vermutet man bei Siemens Mobile, neben Ericsson jene Firma, die die HSDPA-Lösung derzeit erprobt und auf internationalen Messen vorstellt. In Senderichtung sollen maximal 5,8 Megabits pro Sekunde möglich sein.

Ob die unter Laborbedingungen bereits erreichten 14 Megabits pro Sekunde im praktischen Einsatz jemals ausgeschöpft werden können, wird von Experten jedoch bezweifelt. Siemens Mobile hält dagegen eine Rate von 3,6 Megabits pro Sekunde in Empfangsrichtung für realistisch. In Senderichtung wird es zu Anfang aber nur ISDN-Geschwindigkeit geben (64 Kilobits pro Sekunde). Derzeit sind über das UMTS-Netz Datenraten von maximal 384 Kilobits pro Sekunde möglich.

Für HSDPA wird nicht nur das UMTS-Netz selbst umgerüstet, auch auf die Verbraucher kommt neue Hardware zu: Notebooks oder andere mobile Endgeräte werden eine HSDPA-fähige UMTS-Karte für den PC-Card-Slot benötigen. Und es wird auch neue, HSDPA-fähige Handys geben müssen. Derlei Hardware wird dem Vernehmen nach ab dem zweiten Halbjahr 2005 verfügbar sein.

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