Blackberry Ein Statussymbol wird Allgemeingut

Bisher waren die Blackberrys vor allem für Geschäftskunden interessant. Doch nun wollen nicht nur Blackberry-Hersteller RIM sondern auch die Mobilfunkbetreiber Vodafone und T-Mobile das begehrte Objekt für Privatnutzer anbieten. Preissenkungen sind der Anfang.

Berlin - Der Blackberry ist bisher vor allem ein sehr dezentes Statussymbol unter Geschäftsleuten. Das etwas zu breit geratene "Handy" des kanadischen Herstellers RIM ist nicht einfach nur ein Mobiltelefon. Es verfügt über eine vollständige Tastatur im Miniaturformat, mit dem sich nicht nur Kurznachrichten, sondern auch längere E-Mails einigermaßen bequem tippen lassen.

Der eigentliche Clou ist jedoch die Blackberry-Software, die im Hintergrund auf einem Server arbeitet. Sie sorgt dafür, dass jeder Blackberry-Nutzer seine E-Mails automatisch in seine Sakko-Tasche geschickt bekommt. Manager können so die Wartezeit am Flughafen oder die Taxifahrt nutzen, um ihre Post zu bearbeiten.

Der Mobilfunkbetreiber Vodafone  bietet den Blackberry in Deutschland jetzt erstmals auch Privatkunden an. Der Tarif Vodafone-Blackberry L enthält für 19,72 Euro im Monat den E-Mail-Push-Dienst, der die Post direkt auf das Endgerät weiterleitet, sowie ein Datenvolumen von zwei Megabyte (MB), genug für bis zu 1000 kürzere E-Mails. Sobald das Inklusivvolumen aufgebraucht ist, berechnet Vodafone für jedes weitere MB im deutschen Vodafone-Netz 3,83 Euro. Die Tarifoption kommt Mitte November.

Zwei MB für 12,95 Euro

Nutzer des Blackberry-Dienstes können auf bis zu zehn bestehende E-Mail-Adressen (POP3, IMAP4, AOL, MSN und Lotus I-Notes) auch mobil zugreifen. Wahlweise lässt sich auch eine neue Mail-Adresse für Blackberry von Vodafone einrichten. Auf dem Blackberry-Handheld können die Anwender nicht nur empfangene E-Mails lesen, sondern auch Dateianhänge im Word-, Excel-, Powerpoint- oder PDF-Format betrachten.

Schlanker Handy-Klon: Der Blackberry 7100t erinnert, wie auch das Modell 7100v, stark an ein Smartphone. Bislang ist das Gerät nur für den US-Markt vorgesehen. Für den Vertrieb zeigt sich dort die US-Tochter der deutschen T-Mobile verantwortlich - gibt es das Modell 7100t also auch bald in Deutschland?

Schlanker Handy-Klon: Der Blackberry 7100t erinnert, wie auch das Modell 7100v, stark an ein Smartphone. Bislang ist das Gerät nur für den US-Markt vorgesehen. Für den Vertrieb zeigt sich dort die US-Tochter der deutschen T-Mobile verantwortlich - gibt es das Modell 7100t also auch bald in Deutschland?

E-Mail-Maschine ohne Blackberry-Technik Der Danger Hiptop ähnelt auf den ersten Blick eher einem Gameboy als einem Handcomputer. Doch er bietet einen mobilen E-Mail-Client mit Push-Funktion und einen integrierten AOL Instant Messanger, um unterwegs zu chatten. Den Vertrieb in Deutschland nimmt E-Plus vor.

E-Mail-Maschine ohne Blackberry-Technik Der Danger Hiptop ähnelt auf den ersten Blick eher einem Gameboy als einem Handcomputer. Doch er bietet einen mobilen E-Mail-Client mit Push-Funktion und einen integrierten AOL Instant Messanger, um unterwegs zu chatten. Den Vertrieb in Deutschland nimmt E-Plus vor.

Das Smartphone mit dem Drehkreuz: Zwar hat es keine Digitalkamera, dafür ist das Siemens SK65 mit Blackberry-Funktionen wie E-Mail-Push-Dienst oder Adressenverwaltung ausgestattet. Im November soll das Smartphone auf den Markt kommen

Das Smartphone mit dem Drehkreuz: Zwar hat es keine Digitalkamera, dafür ist das Siemens SK65 mit Blackberry-Funktionen wie E-Mail-Push-Dienst oder Adressenverwaltung ausgestattet. Im November soll das Smartphone auf den Markt kommen

Foto: obs/Siemens mobile


Mobile E-Mail-Maschinen
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T-Mobile vermarktet den Blackberry zwar bisher nur für Geschäftskunden. Doch der Bonner Mobilfunkbetreiber bietet ebenfalls einen Tarif mit zwei MB E-Mail-Datenvolumen an. Netto kostet der Dienst 17,26 Euro, wobei bis zum Ende des Jahres ein Sonderpreis von 12,95 Euro gilt. Bei O2 und E-Plus ist der Blackberry bisher nur als Unternehmenslösung im Portfolio.

Zum Tarif kommt darüber hinaus der Blackberry, denn ohne das Gerät lässt sich der E-Mail-Dienst nicht nutzen. Allerdings fällt der Preis dank hoher Subventionen nicht mehr ins Gewicht. Sowohl bei Vodafone als auch bei T-Mobile ist der Blackberry bereits für einen Euro erhältlich.

Handys mit Blackberry-Funktionen

Dass sich die mobile E-Mail-Lösung aus Kanada nach und nach durchsetzt, zeigt auch das steigende Angebot an Endgeräten. Lange waren Anwender auf die Handhelds von Rim festgelegt. Inzwischen bauen auch Handyhersteller die E-Mail-Push-Funktion in ihre Handys ein.

Zum Beispiel unterstützt das Siemens SK65, das im November auf den Markt kommt, den Dienst. Dabei hat sich der Münchner Hersteller eine besondere Lösung für die Tastatur ausgedacht: Neben der gewöhnlichen Handytastatur lässt sich ein vollständiges Keyboard durch drehen des Rückteils hervorholen. Auch die Nokia-Telefone 6810 und 6820 unterstützen Blackberry-E-Mail. Bei beiden Handys lässt sich ebenfalls eine vollständige Tastatur hervorklappen.

Björn Sievers, ddp

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