Software AG Schwacher Ausblick

Die Darmstädter Software AG bekräftigt ihre Jahresziele. Doch die Zahlen für das dritte Quartal überzeugen die Anleger wenig. Zwar ist der Gewinn deutlich gestiegen, doch beim Umsatz sind kaum Wachstumsraten zu sehen.

Darmstadt - Die Software AG  hat nach einer Gewinnverdoppelung im dritten Quartal ihre Jahresziele bekräftigt. Der Gewinn habe sich im Vergleich zum Vorjahreszeitraum auf 12,7 Millionen Euro annähernd verdoppelt, teilte die Software AG mit.

Das operative Ergebnis (Ebit) sei um 34 Prozent auf 21 Millionen Euro und der Vorsteuergewinn um rund ein Drittel auf 21,9 Millionen Euro gestiegen. Die Lizenzumsätze seien um zehn Prozent auf 25,1 Millionen Euro gestiegen. Etwas schwächer fiel dagegen die Umsatzentwicklung aus. Das Unternehmen erreichte mit 96,6 Millionen Euro in etwa das Niveau des Vorjahresquartals.

"Die Software AG hat insgesamt solide Zahlen veröffentlicht", sagte Analyst Theo Kitz von Merck Finck & Co. Vor allem der über den Erwartungen liegende Vorsteuergewinn habe überrascht, während der Umsatz leicht unter den Konsenschätzungen ausgefallen sei.

Ein Händler an der Frankfurter Börse kommentierte: Die Ergebnisse seien bei schwachen Umsätzen nur wegen Kostensenkungsmaßnahmen besser als erwartet ausgefallen. Zudem belaste der Ausblick auf das Jahr 2005.

Das Unternehmen rechnet im kommenden Jahr mit einer Investitionszurückhaltung, so dass das Wachstum nur im prozentual einstelligen Bereich liegt. Mittelfristig könnten bei stabilen Margen jedoch zweistellige Zuwachsraten bei den Erlösen erzielt werden.