Siebel Systems Lizenzeinnahmen sorgen für Gewinn

Der SAP-Konkurrent Siebel Systems hat im dritten Quartal dank eines deutlichen Wachstums der Lizenzeinnahmen einen Gewinn erzielt. Der Kurs der Siebel-Aktie zog nachbörslich an.

San Francisco - Darauf haben die Aktionäre gewartet. Im dritten Quartal hat der US-Softwareanbieter und SAP-Konkurrent Siebel Systems  nach Verlusten im vergangenen Jahr endlich einen Gewinn vorgelegt. In den drei Monaten sei ein Netto-Gewinn von 19,4 Millionen Dollar oder vier Cent je Aktie entstanden, teilte der im kalifornischen San Mateo ansässige Konzern am Mittwoch nach US-Börsenschluss mit.

Vor einem Jahr war wegen Belastungen aus der Umstrukturierung ein Netto-Verlust von 59,3 Millionen Dollar oder zwölf Cent je Dividendenpapier ausgewiesen worden. Siebel-Chef Mike Lawrie wertete das Ergebnis als solide Basis für ein besseres viertes Quartal.

Den Umsatz für das dritte Quartal wies das Unternehmen mit 317 Millionen Dollar nach 321,4 Millionen Dollar aus. Siebel hatte zuvor in diesem Monat mitgeteilt, es würden höhere Erlöse als vorausgesagt erwartet. Analysten hatten im Schnitt Umsätze von 315,7 Millionen Dollar und einen Gewinn je Aktie von rund drei Cent prognostiziert und ohne Sonderfaktoren von fünf Cent.

Erholung soll anhalten

Lawrie wiederholte in einer Telefonkonferenz mit Analysten, dass einige Kunden von den Produkten und Dienstleistungen des Unternehmens enttäuscht gewesen seien. Das dritte Geschäftsquartal sei aber eine gute Grundlage für bessere künftige Ergebnisse, zumal Siebel weiterhin Kosten senke und verstärkt in bestimmte Bereiche investiere.

"Ich denke, dass die Erholung des Unternehmens im Wesentlichen anhält", sagte John Torrey, Analyst bei Adams Harkness. Das Quartalsergebnis sei aber kein bedeutender Wendepunkt hin zu deutlich besseren Ergebnissen im vierten Quartal oder darüber hinaus, fügte er hinzu.

Für das vierte Quartal hat Siebel einen Gewinn je Aktie von fünf bis acht Cent und einen Umsatz von 330 bis 360 Millionen Dollar prognostiziert. Von Reuters befragte Analysten rechneten mit einem Umsatz von 345,8 Millionen Dollar und einem Gewinn je Aktie von rund sieben Cent. Siebel-Aktien legten nachbörslich auf 9,23 Dollar zu nach einem Schlusskurs an der Nasdaq von 9,16 Dollar.

Die Wiedergabe wurde unterbrochen.