Intel Abschied vom Geschwindigkeitsrausch

Eigentlich sollte der 4 Gigahertz Pentium 4 Prozessor Anfang 2005 auf den Markt kommen. Doch daraus wird nichts. Intel sagt die Produktion ab. Nach Konkurrent AMD setzt der weltgrößte Chiphersteller nun lieber auf Zusatzfunktionen, die ein Chip bieten soll.

San Francisco - Der weltgrößte Chip-Hersteller Intel  hat seine Pläne für die Entwicklung eines schnelleren Pentium 4-Prozessors auf Eis gelegt.

Der Chip, der im ersten Quartal nächsten Jahres erscheinen sollte, hätte eine Taktgeschwindigkeit von vier Gigahertz (GHz) pro Sekunde gehabt, teilte das Unternehmen am Donnerstagabend (Orstzeit) mit.

Stattdessen soll nun die Entwicklung eines 3,8 GHz-Chips vorangetrieben werden. Intels gegenwärtig schnellster Chip schafft 3,6 Gigahertz. Der neue Prozessor soll einem Intel-Sprecher zufolge nun im Laufe nächsten Jahres auf den Markt kommen.

Die Entscheidung bedeutet einen Strategiewechsel. Bislang hatte sich die Taktgeschwindigkeit von Mikroprozessoren alle zwei Jahre verdoppelt.

Anstelle immer nur schnellerer Chips setzt Intel nun aber auch auf neue Techniken, beispielsweise zwei langsamere Prozessoren auf einem Chip zusammenzuschalten. Konkurrent Advanced Micro Devices (AMD) hat diesen Weg bereits eingeschlagen.

Wie Intel weiter bekannt gab, soll bei dem neuen Chip, den der Konzern entwickeln will, der Cache vergrößert werden. Derzeit liegt dieser bei einem Megabyte (MB), künftig sollen es zwei MB werden. Später sollen dann noch weitere Funktionen wie beispielsweise für Sicherheitstechnik hinzukommen.

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