Tchibo Einheitspreise beim Kaffeetelefonieren

Das Joint Venture aus Handynetzbetreiber O2 und dem Kafferöster will am Montag den Handyverkauf in über 900 Tchibo-Filialen starten. Die Unternehmen setzen dabei auf einen Einheitspreis für alle Telefonate.

Hamburg - 35 Cent pro Minute soll jeder Anruf zu jeder Zeit mit dem Tchibo-Prepaid-Tarif kosten - egal, welches Netz angewählt wird. Das Konzept des Einheitspreises setzt vor allem auf die Verlockung der Tariftransaprenz. Das Joint Venture Tchibo Mobilfunk, an dem O2 zu 50 Prozent beteiligt ist, startet ein Angebot, "das die Ansprüche unserer Kunden optimal erfüllt", erklärt Vorstandsmitglied Stephan Swinka vollmundig.

Ab Montag sind in über 900 Tchibo-Filialen, in einigen Fachgeschäften und im Internet drei verschiedene Tchibo-Handys erhältlich. Sie können mit Prepaid-Guthabenkarten betrieben werden. Den Vorstoß in das hart umkämpfte Handygeschäft erklärt Vorstand Dietmar Ammer mit der zu erwartenden Marktentwicklung: "Die Mobilfunkbranche ist eines der am stärksten wachsenden Verbrauchersegmente und bietet für uns ein großes Potenzial." Die Mobilfunkinfrastruktur dazu liefert O2 Germany.

Mit dem Preisangebot reagiert das Unternehmen nach eigenen Angaben auf das wachsende Bedürfnis von Handynutzern nach klaren Tarifstrukturen. Einer TNS Emnid Studie zufolge möchten circa 70 Prozent aller Prepaid-Kunden einen Tarif, bei dem sie nicht lange überlegen müssen, was sie das Telefonat gerade kostet. Mit 35 Cent ist das Angebot günstiger als die Preise der Rivalen, die zwischen 39 und 79 Cent pro Minute liegen.