Kabel Deutschland Abmahnung vom Kartellamt

Die Fusion unter den TV-Kabelnetzbetreibern droht zu scheitern. Das Bundeskartellamt ließ sich von den Argumenten des größten deutschen Betreibers, Kabel Deutschland, nicht überzeugen und schickte nun eine Abmahnung. Damit steht die Übernahme von Ish, Iesy und Kabel Baden-Württemberg vor dem Aus.

München - Der Kabelnetzbetreiber Kabel Deutschland (KDG) hat vom Bundeskartellamt eine Abmahnung wegen der geplanten milliardenschwere Übernahme erhalten.

"Wir haben jetzt schriftlich, was wir letzte Woche gehört hatten", sagte ein Sprecher der KDG am Montag. "Das Zusagenpaket hat beim Kartellamt nicht die Gnade gefunden, die wir erhofft hatten. Wir werden nicht mehr substanziell drauflegen, aber wir werden nochmal versuchen zu erläutern, was wir vorgelegt haben", ergänzte er.

Bereits in der vergangenen Woche hatte das Bundeskartellamt der KDG zufolge auch nach der Vorlgae umfangreicher Zugeständnisse eine Zustimmung zu dem Vorhaben weiter abgelehnt.

Das Kartellamt will bis zum 7. Oktober über die beantragte Fusion der KDG mit den kleineren Konkurrenten Kabel Baden-Württemberg, Ish (Nordrhein-Westfalen) und Iesy (Hessen) entscheiden. Dadurch würde praktisch wieder ein Kabel-Monopol in Deutschland mit der Versorgung von mehr als 17 Millionen Haushalten mit TV- und Radiosignalen entstehen.