Telekom Geschäftskunden an T-Systems

Der Umbau der Telekom geht voran. Nur wenige Wochen bevor der neue T-Com-Chef Walter Raizner seinen Posten übernimmt, legt Konzernchef Kai-Uwe Ricke offenbar die Strukturen fest. Künftig soll der Dienstleister T-Systems für sämtliche Geschäftskunden zuständig sein.

Bonn - Die Deutsche Telekom  will angeblich ab Januar 2005 alle Geschäftskunden unter dem Dach der Sparte T-Systems zusammenfassen. Wie das "Handelsblatt" in seiner Freitagsausgabe berichtet, soll T-Systems künftig aus zwei Bereichen bestehen: "T-Systems Enterprise Services" und dem neuen Geschäftfeld "T-Systems Business Services". Letzteres bündelt das Geschäft mit großen und mittelständischen Kunden. Das Blatt beruft sich dabei auf eine interne E-Mail. Ein Sprecher von T-Systems bestätigte gegenüber manager-magazin.de den Bericht der Zeitung.

Bisher betreute die Festnetzsparte T-Com zum größten die rund 160.000 großen und mittelständischen Unternehmen Teil. Nun werden circa 8500 Mitarbeiter im Zuge des Wechsels von T-Com zu T-Systems umziehen. Die Zeitung schreibt, von interne Planungen, die davon ausgingen, dass rund 17.000 Mitarbeitern in der neuen Einheit "T-Systems Business Services" Platz fänden. Rund die Hälfte werde nach Informationen aus Branchenkreisen von T-Systems kommen.

Der zweite Bereich "T-Systems Enterprise Services" soll die 200 internationalen Großkunden der Telekom betreuen und entspricht damit in etwa der alten T-Systems. Die Großkundensparte wird nach der Umstrukturierung rund 34.000 Mitarbeiter haben, T-Systems insgesamt damit rund 50 000. Noch ungeklärt ist die Besetzung der operativen Leitungsfunktion der beiden Geschäftsfelder.

In der internen E-Mail, die auch manager-magazin.de vorliegt, heiß es: "Für T-Systems Business Services wurde ein Aufbaustab [...] benannt, das den Aufbau der neuen Organisationseinheit bis zum 31. Dezember 2004 verantwortet. Für T-Systems Enterprise Services wird diese Funktion von den bestehenden Executive-Board wahrgenommen." Auf der Basis des Konzernvorstandsbeschlusses fingen nun die Verhandlungen mit dem Konzernbetriebsrat über die organisatorische Ausgestaltung an. Derweil soll der Aufbaustab sich um die Umsetzung im Kontext der Neuausrichtung kümmern.