T-Mobile Zweiter Anlauf mit Windows-Handy

Die Telekom-Tochter T-Mobile startet im zweiten Anlauf die Markteinführung eines Handys mit Windows-Betriebssystem. Das "Smartphone SDA" soll Zugriff auf das Internet, Microsoft-Outlook-Daten und Firmenanwendungen liefern. Bisher bietet nur Debitel ein Windows-Handy in Deutschland an.

München - Mit der Microsoft-Software "Smartphone" ausgestattet, stellte T-Mobile am Mittwoch sein neues Windows-Handy SDA vor. "Die Kunden finden jetzt ihre Welt, die sie vom PC kennen, auch auf dem Handy wieder", erklärte T-Mobile-Sprecher Husam Azrak das Konzept. Das SDA-Handy soll nach Angaben des Sprechers zum Preis von 99 Euro in Kombination mit einem Standardvertrag in den kommenden Wochen im Handel erhältlich sein.

Den ersten Anlauf, ein Windows-Handy einzuführen, hatte T-Mobile im Frühjahr 2003 gestartet. Damals wollte das Unternehmen ein Windows-Handy des taiwanesischen Herstellers HTC auf den Markt bringen.

Wegen Software-Problemen verzichtete jedoch der Mobilfunknetzbetreiber auf die Markteinführung. Ein schwerer Rückschlag für Microsoft , und auch nicht der einzige. Zuvor hatte sich das Softwareunternehmen mit dem Handyhersteller Sendo zerstritten. Beide wollten gemeinsam Smartphones entwickeln.

Das "Smartphone SDA" ist - ebenfalls von HTC - mit einer neuen Softwareversion von Microsoft. Für den Softwarkonzern bedeutet das T-Mobile-Produkt einen weiteren Schritt ins Mobilfunkgeschäft, um dort den Kampf gegen Nokia  aufzunehmen. Handy-Marktführer Nokia  setzt auf die konkurrierende Smartphone-Software Symbian OS.

Die Mobilfunkbetreiber Orange  in Frankreich und AT&T Wireless  in den USA sowie Debitel  in Deutschland vertreiben bereits Smartphones mit Microsoft-Software. Der amerikanische Anbieter Motorola  hingegen stattet seine Smartphones mit Linux-Betriebssystemen aus.

Parallel will T-Mobile auch den neuen Taschencomputer MDA III auf den Markt bringen. Der Pocket-PC mit Telefonfunktion läuft ebenfalls auf Windows-Basis.