IT-Branche "Es gibt neuen Schwung im Markt"

Mit der IT-Branche geht es aufwärts. Für dieses Jahr rechnet der Branchenverband Bitkom mit einem Umsatzplus von 2,5 Prozent. Im kommenden Jahr soll das Plus sogar bei 3,7 Prozent liegen.

Berlin - Die Informationstechnik- und Telekommunikationsbranche in Deutschland bleibt auf Wachstumskurs. Der Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien (Bitkom) bekräftigte am Montag seine Wachstumsprognose für dieses Jahr.

Danach soll der Umsatz 2004 um 2,5 Prozent auf 131 Milliarden Euro steigen. Laut der Prognose fiele damit das Wachstum in der IT-Branche erstmals seit 2001 wieder höher aus als das Wachstum der Gesamtwirtschaft. Für 2005 geht der Verband von einem Umsatzplus von 3,7 Prozent aus. Im Jahr 2006 könnten es sogar fünf Prozent sein, sagte Bitkom-Präsident Willi Berchtold.

"Der Nachfrageschub aus dem Frühjahr war kein Strohfeuer", so der Bitkom-Vertreter. Die Branche bleibe auf dem Wachstumspfad, die Auftragsbücher füllten sich weiter. "Es gibt neuen Schwung im Markt."

Nach einer Verbandsumfrage rechnen 58 Prozent der Unternehmen für 2004 mit einem Umsatzplus. Nur rund ein Fünftel erwarte ein Geschäft auf Vorjahresniveau, ein weiteres Fünftel stelle sich auf sinkende Umsätze ein. Laut Berchtold hat der Bereich IT-Hardware zum Jahreswechsel die Trendwende geschafft. Dies sei durch die neuen Zahlen abermals bestätigt worden.

Im Bereich Digitale Konsumelektronik "klingelt bei vielen Firmen die Kasse, im Inland wie im Ausland", hieß es. Die Stimmung bei den Softwareanbietern sei praktisch unverändert. Zwei Drittel der Befragten rechneten für 2004 fest mit steigenden Umsätzen. Das Geschäft mit IT-Services laufe etwas schwieriger. Zwar stellten sich 54 Prozent der Unternehmen auf einen höheren Umsatz ein, 30 Prozent erwarteten jedoch rückläufige Erlöse.

Der Sektor der Telekommunikations-Infrastruktur habe wieder Rückenwind, sagte Berchtold. Das starke Auslandsgeschäft habe dazu beigetragen, dass die Stimmung weiter gestiegen sei. Mehr als 70 Prozent der Unternehmen sagten ein Umsatzplus voraus. Ebenso stark entwickele sich der Mobilfunk. Dieser Bereich wirke "markttreibend".

Drei Viertel der Befragten sagten ein Gesamtjahresplus voraus, niemand rechne mit einem Umsatzrückgang. Der vor einiger Zeit tot gesagte Markt der Neuen Medien befinde sich im "Dauerhoch". Nichts deute darauf hin, dass sich das in absehbarer Zeit ändern werde, sagte Berchtold.

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