TV-Bildschirme Die Flachen machen das Rennen

Der Elektronikkonzern Philips erwartet einen Verkaufsboom für flache Fernsehgeräte. Gemessen am Wert liege ihr Marktanteil bereits jetzt bei mehr als 30 Prozent. In ein paar Jahren sollen die so genannten Flat-TV-Geräte die Röhrenfernseher auch von der Stückzahl überrundet haben.

Hamburg - Nach DVD und Digitalkamera sind flache LCD- und Plasma-Fernseher der nächste große Renner in der Unterhaltungselektronik. Das erwartet der Hamburger Philips-Konzern, der die meisten Flat-TV-Geräte in Deutschland verkauft. "Die Steigerungsraten für das erste Halbjahr liegen für den Gesamtmarkt bei 326 Prozent für LCD-Fernseher und 88 Prozent für Plasma-Fernseher, jeweils gemessen am Wert", sagte Philips-Geschäftsführer Hans-Joachim Kamp der dpa in Hamburg. "Damit liegen wir voll im Plan."

Bildverbesserungs-Software "Black Chili" für natürliche Farben bei allen größeren neuen Modellen mit Bildröhre: Sonys KV-36HQ100 im 16:9-Kinoformat

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Rückprojektions-Modell mit 116 Zentimetern Bilddiagonale, 41 Zentimetern Gehäusetiefe und 33,5 Kilo Gewicht: Samsung TV SP-46 L5H kommt im August für 4500 Euro in den Handel

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Foto: Samsung
Plasma-Flatscreen mit einer Diagonale von 110 Zentimetern zum Preis von 5600 Euro: Grundig Tharus 110

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Mit den MRX1-Modellen (42, 50 und 61) bestückt Sony den rasch wachsenden Markt der Plasma-Flachbildfernseher, die LCD-Modelle beginnen mit dem Kürzel KLV (32 und 42). Markteinführung ist im April 2004: Sonys Prunkstück KE-P61MRX 1 kostet etwa 26.000 Euro

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Flach, schlank und breit - das LCD-Modell von Philips mit "Virtual Dolby"-Raumklangfunktion misst 23 Zoll (58 cm) Bildschirmdiagonale und kann entweder mithilfe eines Standfußes aufgestellt oder an die Wand gehängt werden. Preis - etwa 2400 Euro: Philips 230W5

Flach, schlank und breit - das LCD-Modell von Philips mit "Virtual Dolby"-Raumklangfunktion misst 23 Zoll (58 cm) Bildschirmdiagonale und kann entweder mithilfe eines Standfußes aufgestellt oder an die Wand gehängt werden. Preis - etwa 2400 Euro: Philips 230W5

Bei diesem LCD-Fernseher mit integriertem Festplattenrecorder sorgt das Soundsystem Concertos für chip-gesteuerte Akustik. Aufrüstsätze für Dolby Digital, Internet oder für den Empfang von Free- und Pay-TV-Kanälen bietet Loewe wie für die meisten anderen Modelle des Konzerns auch als Zubehör: Loewe Spheros 37 HD

Bei diesem LCD-Fernseher mit integriertem Festplattenrecorder sorgt das Soundsystem Concertos für chip-gesteuerte Akustik. Aufrüstsätze für Dolby Digital, Internet oder für den Empfang von Free- und Pay-TV-Kanälen bietet Loewe wie für die meisten anderen Modelle des Konzerns auch als Zubehör: Loewe Spheros 37 HD


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Insgesamt werden nach den Erwartungen von Philips in diesem Jahr 550.000 LCD- und Plasma-Fernseher verkauft sowie 4,8 Millionen herkömmliche Röhrengeräte. Wegen der deutlich höheren Preise für flache Schirme liegt der Marktanteil gemessen am Wert jedoch bereits über 30 Prozent und soll im kommenden Jahr die Röhrenfernseher überflügeln. Bis 2007 oder 2008 werden auch nach Stückzahlen überwiegend LCD-Fernseher verkauft, nämlich drei Millionen Stück pro Jahr, meint Kamp. "Der Preisabstand zu den klassischen Fernsehern verringert sich, aber er verschwindet nicht. Es wird ein deutlicher Unterschied bleiben."

Gegenwärtig sind flache Displays mehr als doppelt so teuer wie Röhrenfernseher. Kamp erwartet auch keinen dramatischen Preisrutsch, sondern eher eine technische Aufwertung der Displays bei annähernd stabilen Preisen. Für den Privathaushalt werde sich eher der LCD- Fernseher durchsetzen, während Plasmageräte für professionelle Anwendungen besonders geeignet sind, etwa bei Messen oder in Hotelhallen.

Philips hält am deutschen Flat-TV-Markt einen Anteil von 19,8 Prozent und ist damit Marktführer. "Wir fahren keine Preisstrategie, sondern wollen durch Innovationen wachsen", sagte Kamp. Der gesamte Fernsehmarkt wäre ohne die Innovation durch die flachen Bildschirme rückläufig. Das bevorstehende Weihnachtsgeschäft sehe er mit Optimismus: Jeder fünfte potenzielle Fernsehkäufer wünscht sich ein Gerät mit der neuen Bildschirmtechnik.