KarstadtQuelle Itellium in Teilen outgesourct

Lange Monate hatte der Konzern KarstadtQuelle nach einer Lösung für seine IT-Tochter Itellium gesucht. Nun übernimmt das französische Unternehmen Atos Origin einen Teil des Unternehmens. 900 Mitarbeiter wechseln zu dem IT-Dienstleister.

Essen - KarstadtQuelle  treibt den Umbau voran. Wie das Unternehmen am Donnerstag bekannt gab, verkauft es einige Teile seiner hauseigenen IT-Tochter Itellium. Käufer ist der französische IT-Dienstleister Atos Origin , der unter anderem in Athen bei den Olympischen Spielen für die Kommunikationsanlagen gesorgt hatte.

Der IT-Dienstleister, in Deutschland in Stuttgart ansässig, übernimmt ab Oktober den Bereich Infrastruktur mit den Sparten Rechenzentren, Netzbetrieb, den Endgeräte-Support sowie Teile der Anwendungsbetreuung.

Ursprünglich wollte KarstadtQuelle mit einem Partner ein Joint Venture für Itellium, angeblich um nicht an Einfluss bei den Entwicklungen zu verlieren. Doch der Plan ging nicht auf, daraus geworden ist ein klassisches Outsourcing-Geschäft.

Itellium, im Jahr 2000 aus den IT-Abteilungen der fusionierten Unternehmen Karstadt, Quelle und Neckermann hervorgegangen, betreibt Rechenzentren in Essen, Frankfurt und Nürnberg. Die Zentren in Essen und Nürnberg gehen nun an den IT-Dienstleister über.

Die Bereiche Endkundenbetreuung sowie die Systemintegration von beispielsweise SAP verbleiben hingegen beim Einzelhandelskonzern. 900 der rund 1800 Mitarbeiter werden im Zuge des Verkaufs zu Atos Origin wechseln. Der IT-Berater beschäftigt insgesamt 47.000 Mitarbeitern und wies zuletzt einen Jahresumsatz von gut fünf Milliarden Euro aus.

Itellium setze 2003 insgesamt 337,4 Millionen Euro um. Der größte Teil der Einnahmen stammt dabei vom Mutterkonzern. Über den Verkaufspreis haben die Unternehmen Stillschweigen vereinbart.

Die Itellium Systems & Services GmbH werde als handelsorientiertes Beratungs- und Systemintegrationshaus bestehen bleiben, verlautete es aus dem Hause KarstadtQuelle. Innerhalb des Konzerns soll der Fokus auf einer Verbesserung der Prozesse liegen. Der Konzern rechne durch die Veräußerung der Itellium-Sparten mit positiven Auswirkungen auf das Konzernergebnis, sagte ein KarstadtQuelle-Sprecher.

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