Sony BMG Neuordnung in Planung

Wie geht es weiter mit dem zweitgrößten Musikkonzern weltweit? Während Rolf Schmidt-Holz im Aufsichtsrat für eine gute Kommunikation sorgen soll, Andrew Lack das operative Geschäft übernimmt, sollen angeblich die Regionen Asien, Lateinamerika, Asien und Großbritannien einzelne Chefs erhalten.

New York - Es ist etwas über einen Monat her, dass die europäische Kartellbehörde die Fusion von Sony Music und Bertelsmanns BMG genehmigte. Seitdem wird spekuliert, wie der neue Musikkonzern Sony BMG Music Entertainment künftig aufgestellt wird. Bisher ist nur bekannt, wer die operative Führung übernimmt und wer im Board sitzt. Demnach übernimmt der Sony-Manager Andrew Lack das operative Geschäft, während Bertelsmann-Vorstand Rolf Schmidt-Holz in den Aufsichtsrat wandert.

Laut manager magazin dürfte der Zusammenschluss mehr als 2000 Mitarbeitern den Job kosten. Wie die "Financial Times Deutschland" berichtet, verzichtet das Unternehmen künftig auf einen Manager, der das internationale Geschäft verantwortet. Stattdessen soll es für die Regionen Lateinamerika, Asien und Kontinentaleuropa jeweils einen Chef geben. Großbritannien sei als eigenständige Einheit geplant.

Dem Artikel zufolge sollen Lateinamerika und Asien Sony-Managern zugeschlagen werden, während Europa von BMG besetzt werden soll. Eine endgültige Entscheidung sei aber noch nicht gefallen. Als Kandidaten handelt das Blatt Richard Denekamp für Asien, Maarten Steinkamp für Kontinentaleuropa und Frank Welzer für Lateinamerika. Für Großbritannien werden Rob Stringer von Sony und Tim Bowen von BMG genannt. Auch in Deutschland soll noch keine Entscheidung gefallen sein.

So steht zum Beispiel auch die Entscheidung aus, wo Sony BMG hier zu Lande künftig seine Zentrale aufschlagen will. Sony Music sitzt in Berlin, während BMG in München seinen Platz hat. Im aktuellen manager magazin heißt es, Steinkamp oder Balthasar Schramm kämen als Leiter für Deutschland in Frage. Bei Sony  sei aber schon zu hören, Steinkamp sei wohl der Bessere.

Bertelsmann will den Bericht der "FTD" gegenüber manager-magazin.de nicht weiter kommentieren. Eine Entscheidung über die Besetzung der einzelnen Posten wird wohl erst mit der nächsten Sitzung der Topmanager im Hauptquartier in New York gefunden. Das könnte Ende September der Fall sein.

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