Viva Media KEK erlaubt Verkauf an Viacom

Nachdem Anfang August das Bundeskartellamt die Übernahme des Kölner Fernsehsenders Viva Media durch Viacom genehmigt hatte, stimmt nun auch die Kommission zur Ermittlung der Konzentration im Medienbereich (KEK) zu.

Köln/New York - Der US-Medienkonzern Viacom  übernimmt den Kölner Musiksender Viva Media . Dem stimmte am Mittwoch die Kommission zur Ermittlung der Konzentration im Medienbereich (KEK) zu. Viacom verantwortet bereits MTV und MTV2 Pop im europäischen Fernsehen.

Der Zuschaueranteil, den diese beiden Sender zusammen mit Viva im Zeitraum Juni 2003 bis Mai 2004 erreichen, beträgt nur 1,54 Prozent. KEK beurteilte dies als unbedenklich, da es weit unter der gesetzlichen Vermutungsschwelle liegt. Und das obwohl Viacom mit dieser Akquisition bei Musikprogrammen für 14- bis 29-Jährige mit Abstand größten Einfluss in Deutschland bekommt. Andere Fernsehsender mit erheblich höheren Marktanteilen bieten jedoch auch Musiksendungen und Formate für diese Zielgruppe an.

Gleichzeitig soll der Gründer der TV-Produktionsfirma Endemol, John de Mol, planen, im nächsten Jahr eine neue Firma zu gründen. Im Mai stieg er bei Endemol aus. Das Unternehmen hatte die spanische Telefonica übernommen. Dabei wird der Holländer mit Viva Media in Verbindung gebracht. Gerüchten zufolge drohe Viva nach der Übernahme durch Viacom die Zerschlagung. Nach Angaben von Viva hält De Mol derzeit 5,6 Prozent der Aktien. "Es gibt derzeit Gespräche, aber eine Entscheidung wird erst innerhalb der nächsten drei bis sechs Monate fallen", kündigt der Unternehmer an.