Software AG Umstellung geschafft

Das Softwareunternehmen richtet sich neu aus. Künftig soll es nur noch zwei Hauptgeschäftsfelder geben. Der bisherige Technikvorstand Peter Mossack verlässt deshalb das Unternehmen.

Darmstadt - Das zweitgrößte deutsche Softwareunternehmen Software AG  bündelt seine Aktivitäten künftig in zwei strategischen Geschäftsbereichen.

Die beiden Kerngeschäfts-Bereiche, die Produktentwicklung für Enterprise-Transaction-Systeme, dabei handelt es sich um die Datenbankmanagementsystem, sowie die XML-Integrations-Technologie sollen eigenständig geführt werden.

Jeder Geschäftsbereich wird von einem für Technologie zuständigen Vorstand geführt. Die Chief Technology Officers sollen Mitglied der erweiterten Geschäftsleitung der Software AG werden, hieß es weiter. Im Zuge der Umstrukturierungen teilte das Unternehmen mit, dass der bisherige Technikvorstand Peter Mossack die Software AG mit sofortiger Wirkung verlässt. Der Manager verantwortete bisher den Bereich Forschung und Entwicklung (F&E). Das Ressort Forschung und Entwicklung werde direkt dem Vorstandsvorsitzenden Karl-Heinz Streibich zugeordnet.

"Nun sind die beiden Hauptbereiche nach unserer neuen Strategie ausgerichtet, die wir vorigen Dezember angekündigt haben", sagte eine Sprecherin des Systemsoftware-Anbieters auf Anfrage. Im Zuge dieser Umstrukturierung entstünden keine Kosten. Entlassungen soll es nicht geben.

Im ersten Halbjahr 2004 hatte der Software-Anbieter das Marketing und das Produktmanagement für die beiden Geschäftsbereiche aufgebaut und international ausgerichtet. Gleichzeitig wurden die weltweiten Forschungs- und Entwicklungs-Ressourcen (F&E) neu geordnet. Die Entwicklungszentren und Arbeitsbereiche seien nun für die zukünftigen Aufgaben gerüstet.

Die 1969 gegründete Software AG ist nach eigenen Angaben der größte europäische Anbieter von Systemsoftware. . Die Darmstädter bieten Großrechner-Software an. Über XML können Unternehmen ihre vorhandenen Systeme verbinden. 2003 setzte der Konzern 422 Millionen Euro um. Weltweit beschäftigt das Unternehmen mehr als 2500 Menschen in 59 Ländern. Zuletzt meldete das Unternehmen für das zweite Quartal einen Umsatz von 106 Millionen Euro. Das operative Ergebnis lag bei 24 Millionen Euro.

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