Handy-Produktion China ist Spitzenreiter

Der Handymarkt ist hart umkämpft. Rund 600 Millionen Geräte könnten in diesem Jahr verkauft werden. Der größte Mobiltelefon-Exporteur ist dabei China, der größte Produzent im Reich der Mitte jedoch Motorola.

Peking - Ein Ende des Booms auf dem Handymarkt ist nicht in Sicht. Nachdem die Hersteller im vergangenen Jahr 520 Millionen Mobiltelefone verkauft haben, rechnen Analysten ebenso wie der finnische Weltmarktführer Nokia  für dieses Jahr mit einem Absatz von rund 600 Millionen Geräten.

Für die Unternehmen ist das Geschäft dennoch keine Spazierfahrt. Auf dem Handymarkt tobt ein Kampf um Marktanteile - nicht nur in relativ jungen Märkten wie China, Indien und Brasilien, sondern auch dort, wo schon fast jeder ein Mobiltelefon besitzt: in Europa und den USA.

Auch wenn der Markt in China noch als relativ jung gilt, als Exporteur von Handys ist China die Nummer eins. In den ersten fünf Monaten dieses Jahres hat das Land über 51 Millionen Mobiltelefone exportiert - fast 58 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum.

Wie die chinesische Zollbehörde berichtete, entspricht dies einem Wert von 4,9 Milliarden Dollar (etwa vier Milliarden Euro) und einer Steigerung von 103,8 Prozent. China sei damit zum weltgrößten Handy-Exporteur aufgestiegen, hieß es bei der chinesischen Nachrichtenagentur Xinhua.

26 Prozent des Exports von Mobiltelefonen mit GSM-Standard gingen auf das Konto von Motorola , 12 Prozent auf das der China-Sparte von Siemens . Zusammen machten die Produkte von Motorola, Siemens, Nokia und Ericsson  dem Bericht zufolge 67 Prozent der GSM-Handyexporte aus.

Der größte heimische Hersteller Ningbo/Bird kam auf zwei Prozent. Die meisten Telefone seien in die USA, nach Deutschland und Hongkong gegangen, hieß es. Die Exporte gehen zum größten Teil nach Europa und in die USA.