Tarife Billiger ins Handy-Netz telefonieren

Vom Festnetz aus eine Handy-Nummer anzurufen, soll demnächst billiger werden. Presseberichten zufolge wollen die Netzbetreiber für diese Verbindungen deutlich weniger verlangen.

Düsseldorf - Hintergrund der Preissenkung sei eine Einigung der Deutschen Telekom  mit den vier Betreibern deutscher Mobilfunknetze, berichten verschiedene Medien unter Berufung auf Branchenkreise. Derzeit fordern die Mobilfunker zwischen 15 und 18 Cent pro Minute, wenn sie einen Anruf aus dem Festnetz an einen ihrer Kunden weiterleiten.

Diese Gebühr soll dem Bericht zufolge schrittweise gesenkt werden. Außerdem, so das "Handelsblatt" und die "Frankfurter Allgemeine Zeitung", wolle die Telekom die Preissenkung ohne Abschläge an ihre Kunden weiterleiten. Eine Stellungnahme der Telekom war dazu zunächst nicht zu erhalten.

Andere Festnetzanbieter wie MCI oder Freenet  hatten sich mehrfach über die hohen Gebühren der Netzanbieter beschwert. Ihrer Meinung nach subventionieren die Mobilfunkunternehmen damit eigene Billigtarife.

Auf Betreiben der EU haben bereits die Regulierungsbehörden in den Niederlanden und in Großbritannien den dortigen Mobilfunkern vorgeschrieben, die als zu hoch angesehenen Gebühren zu senken. Auch die deutsche Regulierungsbehörde beschäftigt sich mit diesem Thema. Mit dem Schritte die Verbindungspreise zu senken, ist ein Einschreiten der Behörde wahrscheinlich überflüssig.

Die nun gefundene Lösung orientiert sich an dem niederländischen Modell. So sollen die Entgelte in zwei Schritten reduziert werden, der erste sei im Dezember dieses Jahres fällig, der zweite ein Jahr später. Am Ende sollten die Gebühren - je nach Mobilfunknetz - zwischen 11 und 13 Cent pro Minute liegen.