Telecinco 635 Millionen Euro für die Dresdner Bank?

Der spanische Fernsehsender Telecinco ist am Donnerstag in Madrid mit großem Erfolg an die Börse gegangen. Davon profitierte nicht nur Mehrheitseigner Mediaset, sondern auch die Dresdner Bank.

Madrid - Der spanische Fernsehsender Telecinco gilt als einer der lukrativsten Sender in Europa. Nun hat Mehrheitseigner Mediaset das Unternehmen an die Madrider Börse gebracht - mit großem Erfolg. Zum Auftakt kletterten die Aktien sofort um 23 Prozent auf 12,50 Euro und stabilisierten sich bis zum frühen Nachmittag bei 12 Euro.

Damit erzielte der private Fernsehsender, dessen Programm das gesamte Spektrum von Nachrichten über Spielfilme bis Reality-TV umfasst, einen der besten spanischen Börsenstarts seit Jahren. Telecinco-Präsident Alejandro Echevarría erklärte, Ziel sei es, dauerhaft im spanischen Börsenindex Ibex-35 vertreten zu sein.

Das unter der Kontrolle des italienischen Ministerpräsidenten Silvio Berlusconi stehende Mediaset-Unternehmen hält 52 Prozent an dem spanischen Kanal und will diesen Anteil auch nicht senken. Dagegen haben der niederländische Investmentfonds Ice und die Dresdner Bank  ihre Anteile verkauft.

Die Dresdner Bank teilte am Donnerstag mit, sie habe ihren 25 Prozent umfassenden Anteil im Rahmen der Börseneinführung von Telecinco verkauft. Dabei sei der Wert des Anteils der Dresdner Bank vom Markt mit rund 635 Millionen Euro bewertet worden. Ob die Bank diesen Preis realisieren konnte, ließ der Sprecher offen.

Die Telecinco-Anteile hatten der Dresdner Bank ursprünglich als Sicherheit für einen Kredit an die mittlerweile insolvente Kirch-Gruppe gedient. Nach dem Zusammenbruch des Kirch-Imperiums fielen die Anteile an die Bank.

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