SAP Lagern die Walldorfer die Verwaltung aus?

Der Softwarekonzern will angeblich Teile der Verwaltung verlagern. So könnten in Osteuropa verschiedene Funktionen zentralisiert werden. In Frage käme ein Zentrum in Prag, Budapest oder Bratislava.

Walldorf - SAP-Chef Henning Kagermann plant nach einem Bericht der "Wirtschaftswoche" verschiedene, über Europa verteilte Verwaltungsfunktionen an einem einzigen Standort in Osteuropa zu bündeln. Dadurch sollten Kosten gespart werden, berichtete das Magazin am Mittwoch vorab.

rSAP: Von Walldorf nach Prag?

rSAP: Von Walldorf nach Prag?

Foto: DPA

Betroffen seien die Bereiche Personalwesen sowie Finanzen und Administration, in denen SAP  weltweit rund 3100 Mitarbeiter beschäftige, davon schätzungsweise mehr als 2000 am Firmensitz in Walldorf. Die IG Metall in Heidelberg befürchte, dass von einer Verlagerung bis zu 1300 Stellen bedroht sein könnten.

Gegenüber manager-magazin.de sagte SAP-Sprecher Markus Berner, dass intern das Konzept eines "Shared Service Center (SSC)" diskutiert werde. Noch sei aber weder eine Entscheidung darüber gefallen, welche Prozesse ausgelagert werden könnten, noch wie, wann und wo. Der Prozess sei völlig offen, so der Sprecher.

Als "völligen Quatsch" bezeichnete Berner die Zahlen über die angeblich gefährdeten Stellen, die die Gewerkschaft in den Raum geworfen hätte. Das zeige, dass die Gewerkschaft keine Ahnung habe über die Geschäftsstrukturen und die -prozesse, so der SAP-Sprecher. Der Vorabmeldung zufolge könnte ein Verwaltungscenter in Prag, Budapest oder Bratislava entstehen.

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