Jamba Verkauft für 228 Millionen Euro

Das Mobilfunkportal aus Berlin hat einen neuen Besitzer. Debitel, Saturn und Co. haben das Internetunternehmen an den US-Konzern Verisign veräußert.

Mountain View - Das US-amerikanische Internet- und Telekommunikationsunternehmen Verisign  übernimmt das Berliner Mobilfunkportal Jamba für 273 Millionen Dollar (rund 228 Millionen Euro).

Eine entsprechende Vereinbarung hätten beide Unternehmen unterzeichnet, teilte Verisign mit. Die Übernahme werde - eine Genehmigung durch die deutschen Aufsichtsbehörden vorausgesetzt - für Ende des zweiten Quartals erwartet. Verisign will durch den Kauf seine Position im europäischen Markt stärken.

Trotz der 100-prozentigen Übernahme werde sich für Jamba nichts ändern, sagte Jamba-Sprecher Tilo Bonow gegenüber manager-magazin.de. Der jetzige Vorstand soll bleiben und das Berliner Büro zur Verisign-Europa-Zentrale für den Mobilfunkmarkt ausgebaut werden. Jamba plane, in Kürze bis zu 150 neue Stellen zu schaffen, so Bonow. Zusammen mit dem US-Unternehmen soll das Mobilfunkportal in Asien und möglicherweise Lateinamerika ausgerollt werden.

Jamba wurde im August 2000 von den jetzigen Vorständen Marc, Oliver und Alexander Samwer zusammen mit Debitel, Media Markt, Saturn, Electronicpartner und Summit Partners gegründet. Die Brüder hatten schon einmal ein Internetunternehmen erfolgreich verkauft: 1999 hatten die Samwers nach dem US-Vorbild Ebay  das deutsche Internetauktionshaus Alando gegründet und ein Jahr später für 30 Millionen Dollar an Ebay verkauft.

Jamba bietet über seine Website eine Vielzahl an Mobilfunkdiensten an wie zum Beispiel Klingeltöne, Musik und Logos. 2003 verkaufte Jamba in Deutschland mehr als zehn Millionen Songs. Europaweit werden nach Schätzungen bei allen Anbietern insgesamt monatlich rund 60 Millionen Tracks runtergeladen - im Durchschnitt kostet ein Download zwei Euro. Bonow sagte, die Vertriebswege über Debitel, Saturn und Media Markt blieben für Jamba auch weiterhin erhalten.

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