Universal/NBC Medienhochzeit XXL

Die beiden Medienkonzerne Vivendi Universal und NBC werden fusionieren. Im nächsten Jahr wird ein Umsatz von 15 Milliarden Dollar erwartet. General Electric hält über seine Tochter NBC 80 Prozent an dem neuen Konzern, die Franzosen 20 Prozent.

Paris - Die Fusion des US-Fernsehkonzerns NBC mit der Filmtochter von Vivendi Universal  ist perfekt. Die neue NBC Universal umfasst das größte US-TV-Netz, das Filmstudio Universal Pictures und Themenparks.

Im kommenden Jahr soll ein Umsatz von 15 Milliarden Dollar erwirtschaftet werden, teilten die Mutterkonzerne Vivendi Universal und General Electric  am Mittwoch in Paris mit. GE hält an dem neuen Konzern 80 Prozent, die Franzosen 20 Prozent.

Mit der Einbringung der Filmtochter in die NBC-Welt treibt Vivendi Universal (Paris) den Schuldenabbau und die finanzielle Sanierung voran. Die Aktionäre der Vivendi Universal Entertainment (VUE) erhalten 3,65 Milliarden Dollar in bar, wovon auf das französische Unternehmen 3,4 Milliarden entfallen. Außerdem übernimmt NBC Universal 1,7 Milliarden Dollar Schulden aus den Büchern von Vivendi Universal. Die Musiktochter Universal Music mit 4,16 Milliarden Euro Umsatz wird nicht in die Transaktion mit GE einbezogen.

Vivendi Universal hatte 2003 einen Umsatz von 25,48 Milliarden Euro und einen Fehlbetrag von 1,1 Milliarden Euro verzeichnet. Die Schulden wurden dank Firmenverkäufen von 34,9 Milliarden auf 11,6 Milliarden Euro gesenkt. Im laufenden Jahr soll die Verschuldung unter fünf Milliarden Euro fallen. Der Umsatz von VUE war 2003 um vier Prozent auf 6,02 Milliarden Euro gesunken. Nach seinem spektakulären Konzernumbau will der Mediengigant in diesem Jahr wieder dividendenfähig werden.

Zur neuen NBC Universal gehören die Fernsehkanäle NBC, Telemundo, USA Network, Sci-Fi Channel, Bravo, Trio, CNBC und - gemeinsam mit Microsoft - MSNBC sowie Fernsehstudios (Universal Television und NBC Studios) und Anteile an fünf Themenparks.

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