Vivendi Umsatz fällt um 4 Prozent

Der französische Medienkonzern Vivendi Universal veröffentlicht Quartalszahlen - der Umsatzrückgang gegenüber dem Vorjahresergebnis beträgt 4 Prozent.

Vivendi Universal  meldet einen Umsatz von 5,97 Milliarden Euro in den ersten drei Monaten des Jahres 2004. 2003 hatte der Konzern noch 6,23 Milliarden Euro umgesetzt, das entspricht einem Rückgang von 4 Prozent. Damit übertrifft das Unternehmen aber trotzdem die Erwartungen der Analysten, die bei 5,85 Milliarden Euro lagen.

Laut Vivendi Pressemitteilung hätte das Ergebnis um 11 Prozent besser sein können, aber man hatte mit einem schwachen Dollar und den Auswirkungen der Verkäufe von Unternehmensteilen zu kämpfen, hieß es.

In den Sparten Musik und Videospiele lief das Geschäft schlecht. Bei der Musikabteilung ging der Umsatz um 11 Prozent zurück, als Grund gab der Konzern unter anderem das vermehrte Herunterladen von Musik aus dem Internet an. Der Absatz von Videospielen ging sogar um 27 Prozent auf 77 Millionen Euro zurück.

Vivendi Universal Entertainment konnte einen Zuwachs von 3 Prozent auf 1,49 Milliarden verzeichnen, dank der guten Performance der Kino- und Fernsehsparte. Dieser Unternehmensbereich von Vivendi soll bald mit NBC, noch im Besitz von General Electric , fusionieren.

Die besten Nachrichten kamen aus der Telekommunikationssparte: Hier stieg der Umsatz um 14 Prozent auf 2,43 Milliarden. Diesen Zuwachs verdankt Vivendi hauptsächlich dem überraschend guten Abschneiden der französischen Mobilfunktochter SFR. Analysten hatten mit einem maximalen Wachstum von 8 bis 10 Prozent gerechnet, das Unternehmen konnte aber um 14 Prozent zulegen. Auch Maroc Telekom, das marokkanische Tochterunternehmen, verzeichnete eine Umsatzsteigerung von 5 Prozent.

Für 2005 stellte der Vorstandsvorsitzende Jean Rene Fortou wieder eine Dividende in Aussicht. Fortou dementierte Gerüchte um den Verkauf der Telekommunikationssparte SFR-Cegetel. Es gebe keinerlei Absicht, die Mehrheitsbeteiligung zu verkaufen.

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