Burda Verlag Neue Objekte in Planung

Von einem Umsatzsprung, weiß Vorstandschef Jürgen Todenhöfer zu berichten. Dennoch die Marge ist 2003 deutlich gesunken. In diesem Jahr will das "Playboy"-Verlagshaus im In- und Ausland neue Titel starten.

München - Der Hubert Burda Verlag will im laufenden Jahr bei stagnierenden oder leicht wachsenden Werbeerlösen ein stabiles Ergebnis einfahren und weiter expandieren. 2003 hatte das nach Anzeigeneinnahmen zweitgrößte deutsche Verlagshaus in einem schwierigen Marktumfeld den Umsatz gesteigert, musste bei der Marge allerdings eine Verschlechterung hinnehmen.

"Wir werden in diesem Jahr voraussichtlich wieder ein stabiles Ergebnis erzielen", sagte der stellvertretende Vorstandschef Jürgen Todenhöfer in München. Das Verlagshaus sei zufrieden, wenn 2004 die Netto-Werbeerlöse stagnierten, nachdem im Vorjahr noch ein Rückgang verbucht worden sei. Aber auch ein moderates Plus von ein bis drei Prozent sei durchaus möglich.

2003 konnte der Verlag erneut zulegen. Das Unternehmen verdient gut 70 Prozent seiner Erlöse im Zeitschriftensegment mit Titeln wie "Focus", "Playboy", "Bunte" oder "Super Illu". Erst im vergangenen Jahr hatte das Unternehmen den "Playboy" ins Portfolio genommen.

Stabiles Ergebnis

"In einem rückläufigen Markt haben wir einen kräftigen Umsatzsprung erzielt", sagte Todenhöfer. So habe der Außenumsatz um 8,7 Prozent auf knapp 1,53 Milliarden Euro zugelegt. Das Ergebnis bezeichnete er als stabil, räumte aber ein, die Margen hätten sich verschlechtert. Burda ist nicht an der Börse notiert und nennt keine Gewinnzahlen. Änderungen der Rechtsform - etwa im Zuge eines Börsengangs - schloss der Manager aus. Diesbezüglich sei nichts geplant.

Burda ist gemessen an den Anzeigenerlösen der zweitgrößte inländische Verlag nach der Bertelsmann-Tochter Gruner+Jahr. Todenhöfer dämpfte Erwartungen, diese Rangfolge könnte sich mittelfristig umdrehen. "Der Abstand ist noch deutlich", sagte er. An dritter und vierter Stelle folgen Springer und Bauer.

Im abgelaufenen Jahr steigerte Burda die Anzahl der Zeitschriftentitel um 18 auf weltweit 253, allein im Inland kamen vier neue hinzu. "Wir wollen im Ausland wachsen, wir wollen im Inland wachsen", gab Todenhöfer die Marschrichtung für das laufende Jahr vor. Für Deutschland arbeite Burda an einigen neuen Objekten. Das Investitionsniveau des Vorjahres, als 113,8 Millionen Euro ausgegeben wurden, will der für die Finanzen zuständige Vorstand 2004 in etwa halten.

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