Montag, 17. Juni 2019

Infineon Eine Milliarde für US-Werk

Der Chiphersteller will in den USA investieren. Rund eine Milliarde Dollar will Infineon ins sein Werk in Richmond stecken. Wie in den USA soll auch das Werk in Dresden auf Wafer-Technologie umgestellt werden.

München - Der Großteil der Kosten für das Richmonder Werk falle im nächsten Geschäftsjahr an, teilte Invineon Börsen-Chart zeigen am Freitag mit. Rund eine Milliarde Dollar will das Münchener Unternehmen investieren. Das Werk solle mit der modernen 300-Millimeter-Technologie ausgestattet werden. Infineon will dafür weitere Kapazitäten aufbauen. Neben der Fabrik in den USA plant der Konzern auch das Werk in Dresden verstärkt auf Logikchips umzustellen.

Chip: 300-Millimeter-Wafer von Infineon
Nach Abschluss der ersten Expansionsphase könnten monatlich rund 25.000 Siliziumscheiben (Wafer) mit der 300-Millimeter-Technologie produziert werden. Die Produktion soll Anfang 2005 anlaufen. Die Belegschaft am Standort Richmond werde um 800 Mitarbeiter auf 2550 aufgestockt.

"Wir nutzen den vorhandenen Rohbau und die Synergie-Effekte, die wir mit den erfahrenen Mitarbeitern in Richmond haben, um die 300-Millimeter-Kapazität schnell verfügbar zu machen", sagte Infineon-Vorstand Andreas von Zitzewitz. Wenn es erforderlich werden sollte, könne Infineon auch weitere Kapazitäten aufbauen.

Das Infineon-Werk in Richmond wurde 1996 als White Oak Semiconductor gegründet und nahm im August 1998 die Produktion von Speicher-Chips auf. Die Bauarbeiten an der 300-Millimeter-Erweiterung wurden bereits im Jahr 2000 begonnen, die Fertigstellung war aber wegen der schlechten Konjunktur verschoben worden.

Am Mittwoch hatte Infineon seine Quartalszahlen vorgelegt. Im zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2003/2004 (30. September) erzielte Infineon einen Gewinn vor Steuern und Zinsen (Ebit) von 71 Millionen Euro. Damit lag das Ergebnis leicht über den 70 Millionen Euro im traditionell stärkeren Weihnachtsquartal.

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