Microsoft Millionen für die Kläger

In den USA werden dem Softwarekonzern überhöhte Preise vorgeworfen. Im Streit mit Klägern aus Minnesota konnte sich Microsoft nun außergerichtlich einigen.

New York - Der amerikanische Softwarekonzern Microsoft  hat eine weitere Sammelklage von Privatkunden aus dem US-Bundesstaat Minnesota wegen zu hoher Preise außergerichtlich beigelegt.

Der weltgrößte Softwareanbieter einigte sich mit den Kunden über die Zahlung einer Summe in nicht genannter Höhe. Einzelheiten der Einigung sollen noch ausgearbeitet und im Sommer präsentiert werden.

Die Privatkläger hatten dem Unternehmen vorgeworfen, die marktbeherrschende Stellung seines Betriebssystems Windows ausgenutzt und Preise in die Höhe getrieben zu haben. Die Kläger hatten im Vorfeld eine Entschädigung in Höhe von 505 Millionen Dollar (425 Millionen Euro) von dem Softwarekonzern gefordert. Weitere Sammelklagen gegen Microsoft bestehen in den US-Bundesstaaten Arizona, Iowa, New Mexico und Wisconsin.

Erst Anfang April hatte Microsoft den Rechtsstreit mit Sun Microsystems  mit der Zahlung von zunächst 1,6 Milliarden Dollar beigelegt. Zuvor zahlte das Unternehmen in einem Patentstreit der Firma InterTrust Technologies 440 Millionen Dollar zur Beilegung der Auseinandersetzung. Ende März hatte die EU-Kommission den Softwaregiganten wegen Markt-Missbrauchs mit einem Rekord-Bußgeld von 497,2 Millionen Euro bestraft.