Dienstag, 17. September 2019

Google So funktioniert G-Mail

2. Teil: Ruck, zuck zur G-Mail-Adresse

Ruck, zuck zur G-Mail-Adresse

Außerdem, so heißt es, werde Google keine Informationen über die Nutzer zu Marketingzwecken vermieten, verkaufen oder mit Drittanbietern teilen, bei denen die Nutzer persönlich zu identifizieren seien. Das bedeutet im Umkehrschluss, dass Google die Informationen über den Nutzer und die Inhalte seiner Mails sehr wohl vermieten, verkaufen und mit Drittanbietern teilen wird. Und dass der Nutzer dem Unternehmen Google so viel Vertrauen entgegenbringen muss, dass seine Identität dabei nicht mitverkauft wird.

Google führt: Die meistgenutzten Suchmaschinen im Internet
Bedenklich aus Sicht des G-Mail-Kunden erscheint vor allem Punkt 8 (Privacy) der Nutzungsrichtlinien. Hierin holt Google die Zustimmung des Nutzers ein, dass die Informationen über seine Person und die Inhalte sämtlicher Mails überwacht und auf Anfrage an öffentliche Stellen weitergeleitet werden, etwa wenn ein G-Mail-Nutzer vor ein Gericht geladen wird oder ein Durchsuchungsbefehl gegen ihn vorliegt.

Die Einrichtung des E-Mail-Zugangs geht so zügig vonstatten, wie bei anderen Anbietern auch. Zunächst wählt man den gewünschten Namen aus, das Programm prüft, ob er verfügbar ist, und schon hat man eine neue E-Mail-Adresse, die auf "gmail.com" endet.

Post gibt's nur per G-Mail-Homepage

Der Vorteil gegenüber anderen Anbietern kostenloser Mail-Zugänge ist die enorme Speicherkapazität, die Google seinen Nutzern einrichtet. Ein Gigabyte (1000 MB) steht pro Postfach zur Verfügung, das ist bis zu 500 Mal so viel wie bei anderen bekannten Gratis-Mail-Diensten wie Hotmail (2 MB), Yahoo (6 MB) und GMX (20 MB).

 G-Mail: Eine interessante Funktion bei den Einstellungen sind die so genannten "Snippets". Darunter versteht Google die Anzeige der ersten Worte einer Mail, ähnlich wie bei den Suchergebnissen der Suchmaschine. Der Vorteil: Man muss verdächtige Mails nicht erst öffnen, um sicher zu sein, dass es Elektromüll ist. Eifrige Gratis-E-Mail-Nutzer müssen ihr Postfach regelmäßig von altem Mail-Müll befreien. Sonst laufen sie Gefahr, dass neue Mails sie nicht mehr erreichen, weil die zulässige Speicherkapazität überschritten ist. Hier bietet Googles Angebot einen echten Mehrwert mit der Möglichkeit, hunderttausende von Mails in einem einzigen Postfach abzulegen.

Auch bei der Größe der Dateianhänge bietet G-Mail mehr als gewohnt. Bis zu 10 MB an Dokumenten oder Musikdateien können via Mail an Freunde oder Geschäftspartner verschickt oder empfangen werden. Das Versenden ausführbarer Dateien (mit der Endung ".exe") ist allerdings nicht erlaubt. Außerdem gibt es keine Möglichkeit, die Mails via POP3-Zugang abzurufen. G-Mail-Nutzer müssen ihre Post also immer direkt über die G-Mail-Homepage abholen.

Seite 2 von 3

© manager magazin 2004
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung