Dienstag, 17. September 2019

W-Lan "Ich denke schon in Hotspots"

Für den Brainlab-Chef Stefan Vilsmeier gehört der Gang ins Internet zu seiner täglichen Arbeit. Auch auf seinen vielen Reisen mag er darauf nicht verzichten. Der World Entrepreneur of the Year beschreibt im Gespräch mit manager-magazin.de, wie W-Lan sein Business-Leben verändert.

München - Stefan Vilsmeier (36), Gründer und CEO der Software-Firma Brainlab, ist ein viel beschäftigter Mann. Seit der Gründung 1989 ist das Unternehmen für computergestützte Medizintechnologie rasant gewachsen. Vilsmeier war damals 21 Jahre alt, das Startkapital von 150.000 Mark hatte er mit dem Verkauf eines Fachbuchs über die Konstruktion von 3D-Objekten selbst verdient. Seitdem reist der Unternehmer quer durch die Welt, um seine Produkte anzupreisen, Kunden zu besuchen und zu beraten sowie vor Ort Schulungen vorzunehmen. Mit Erfolg: 2002 wurde er zum "World Entrepreneur of the Year" gekürt.

"Ohne W-Lan kann ich mir mein Leben gar nicht mehr vorstellen": Stefan Vilsmeier in Hongkong
Die Reisen führen Vilsmeier von der Firmenzentrale in Heimstetten bei München sowohl nach Moskau, Lissabon, Tasmanien und Südafrika, als auch nach Mexiko, Japan, Thailand und Brasilien. "Vor Ort zu sein, ist extrem wichtig für mich", sagt Vilsmeier.

Brainlab ist auf die Entwicklung und Vermarktung medizintechnischer Geräte unter anderem im Bereich der Orthopädie, Neuro- und Radiochirurgie und -therapie spezialisiert. Rund 1300 Installationen zählt das Unternehmen mittlerweile in 50 Ländern. Der Umsatz lag 2003 bei 115 Millionen Euro. Ende vergangenen Jahres beschäftigte Brainlab 524 Mitarbeiter weltweit.

2003 sei er von neun Monaten nur 20 Tage in München gewesen, berichtet Vilsmeier. Häufig besucht er die Krankenhäuser, die seine Techniken einsetzen, kontrolliert die Geräte und die Software auf ihre Funktionalität und darauf, ob möglicherweise Verbesserungen erfolgen sollten.

Vom Albtraum zum komfortablen Surfen

Dass der Brainlab-Chef bei den vielen und langen Reisen den Kontakt zu seinen Mitarbeitern und den Überblick über sein Unternehmen nicht verliert, verdankt der 36-Jährige dem Internet. Zu seinen ständigen Begleitern gehören deshalb ein Vier-Band-Handy und ein W-Lan-fähiges Notebook mit Intels Centrino-Chip.

An Zeiten vor dem drahtlosen Zugang ins Internet mag sich Vilsmeier nicht mehr gerne erinnern. "Ein wahrer Albtraum", sagte er. "Da musste ich mit Faxen herumhantieren, die oft erst ankamen, wenn ich schon längst aus dem Hotel wieder ausgecheckt hatte."

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