Vivendi Universal Schranken gesetzt

Der Schuldenberg schrumpft. Auch in diesem Jahr will Vorstandschef Jean-Rene Fourtou die Verbindlichkeiten weiter abbauen. Unterdessen setzt er auf organisches Wachstum.

Paris - Der französische Medienkonzern Vivendi Universal  hat seine Nettoverluste im vergangenen Jahr deutlich eingegrenzt und stellt für 2005 wieder eine Dividende in Aussicht. Nach einem Minus von 23,301 Milliarden Euro im Jahr 2002 wegen Abschreibungen in Höhe von 18,4 Milliarden Euro habe der Fehlbetrag im abgelaufenen Jahr nur noch 1,143 Milliarden Euro betragen, teilte das Unternehmen am Mittwoch in Paris mit.

Im laufenden Jahr werde ein starkes Wachstum des operativen Gewinns erwartet, sagte Konzernchef Jean-Rene Fourtou, ohne konkrete Zahlen zu nennen. Bis zum Jahresende rechnet er mit einem weiteren Abbau des Schuldenbergs auf unter fünf Milliarden Euro. Die Aktie reagierte am Vormittag mit einem Kursplus von deutlich über 1 Prozent.

Schuldenberg sinkt

Bei der Vorlage der Bilanz 2003 bezifferte der Konzern seine Nettoschulden zum Jahresende 2003 noch auf 11,6 Milliarden Euro nach 12,3 Milliarden Euro im Jahr zuvor. Im abgelaufenen Jahr hatte Vivendi sechs Milliarden Euro investiert. Davon entfielen vier Milliarden auf den Kauf eines 26-prozentigen Anteils an der Telefongesellschaft SFR Cegetel.

Der Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) sank im vergangenen Jahr auf 3,309 Milliarden Euro (Vorjahr: 3,788). Damit lag das Ebit aber über den Erwartungen der Analysten, die mit 3,084 Milliarden Euro gerechnet hatten.

Erstmals seit sechs Jahren meldete unterdessen die Canal Plus Gruppe wieder schwarze Zahlen. Nach Verlusten von 325 Millionen Euro 2002 habe die Beteiligung im abgelaufenen Jahr einen operativen Gewinn von 247 Millionen Euro verzeichnet.

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