KarstadtQuelle IT-Tochter steht zum Verkauf

Der Handelskonzern muss sparen. Nun soll der Verkauf der IT-Tochter Itellium Geld in die Kasse spülen. Käufer könnten IBM, CSC, T-Systems und Hewlett-Packard sein.

Hamburg - KarstadtQuelle  plant einem Zeitungsbericht zufolge, eine wesentliche Beteiligung an seiner IT-Tochter Itellium zu verkaufen. "Wir denken über ein Partnerschaftsmodell nach", sagte ein Konzernsprecher dem "Handelsblatt". Womöglich werde das Thema am Donnerstag auch den Aufsichtsrat beschäftigen.

Den Gesamtwert der IT-Tochter schätzen Analysten auf rund 300 Millionen Euro. Durch den Verkauf einer Beteiligung würde KarstadtQuelle finanziell wieder etwas Luft bekommen, hieß es in dem Bericht weiter. Das schleppende Warenhausgeschäft und hohe Verluste bei der Touristik-Beteiligung Thomas Cook machten den Essenern derzeit schwer zu schaffen.

Als mögliche Käufer der Itellium-Beteiligung werden IBM , Hewlett-Packard , T-Systems und CSC gehandelt. Die von Peter Ohl geführte Itellium Systems & Services GmbH war 2000 aus den IT-Abteilungen der fusionierten Unternehmen Karstadt, Quelle und Neckermann hervorgegangen. Seither betreibe das Unternehmen Rechenzentren in Essen, Frankfurt und Nürnberg. Zudem stellten die Frankfurter derzeit rund 10.000 Kassen auf eine neue Software um, die vom britischen Anbieter PCMS geliefert wird. Die Programme samt Beratung wolle Itellium nach eigenen Angaben künftig auch an konzernfremde Handelsketten verkaufen.

Branchenkenner rechnen mit weiteren Verkäufen von IT-Töchtern. Vor einigen Tagen hatte der RAG-Konzern mitgeteilt, sich von seiner RAG Informatik trennen zu wollen. Als weiterer Kandidat könnte auch die Gedas in Frage kommen, eine Tochter von Volkswagen .

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