Sony "Eine Explosion audiovisueller Medien"

Optimistisch sieht Konzern-Präsident Kunitake Ando der Cebit entgegen. Große Hoffnung setzt das Unternehmen dabei auf sein Musik-Downloadgeschäft für den eigenen Minidisc-Player.

Hannover - "Ich sehe eine Explosion digitaler audiovisueller Medien", sagte Kunitake Ando, Präsident des japanischen Konzerns Sony . Der Manager ist zur Cebit geladen, er soll eine der einführenden Reden halten. Sony zeigt auf der Messe seine Produktpalette für das Home-Entertainment: Fernseher, Kameras, DVD-Player und Computer.

"Für die digitale Heimunterhaltung brauchen wir immer mehr Leistung - für Filme, Fotos oder Online-Spiele", sagte Ando im Interview mit dem "Handelsblatt. Gaming sei eine der Schlüsselanwendungen.

Sony-Fernseher sollen beispielsweise mit einem Memory Stick ausgestattet werden, die mobile Spielkonsole PSX dient gleichzeitig als DVD-Rekorder, die Multimediazentrale Cocoon soll das digitale Angebot für das Wohnzimmer komplettieren.

Ende April oder Anfang Mai plant Sony dann - ähnlich wie Apple  mit seinem I-Tunes Music Store und seinem I-Pod -, eine Internetplattform für Musik zu starten. Ein passendes Gerät wurde ebenfalls entwickelt.

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Plasma- oder LCD-Fernseher: Mit der MRX1-Serie will Sony ganz vorne mitspielen

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Camcorder: Gefilmt wird direkt auf DVD im 16:9-Format, ein Objektiv von Carl Zeiss soll bei einer Auflösung von 1.070.000 Pixel für die bestmögliche Lichtausbeutung sorgen

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Sony auf der Cebit:
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"Wir hätten das vor Apple machen sollen", sagt Ando der Zeitung. Connect heißt die Plattform, die zunächst in den USA an den Start gehen wird, später dann auch in Europa. "Wir verbinden Musik-Downloads aus dem Internet mit einer verbesserten Sony-Minidisk." Eine der neuen Disk soll jeweils ein Gigabyte Speicherkapazität mitbringen - das heißt Platz ist für 45 Stunden Musik.

Ando sieht in der Nutzung der Minidisc einen entscheidenden Vorteil zu Apples I-Pod: Die Minidisc könnten bequem unter Freunden ausgetauscht werden. Sony hofft, in dem Markt ähnlich wie bei Walkmans und Minidisk-Playern, einen Marktanteil von bis zu 40 Prozent zu erreichen.

Vor einem Jahr hatte Sony die Anleger mit dramatischen Zahlen geschockt. Die Japaner mussten damals für die ersten drei Monate einen Verlust von 926 Millionen Dollar eingestehen. Der Konzern verlor daraufhin fast ein Drittel seines Börsenwerts. In der Folge wurde und wird der Konzern umgebaut. "Bei der Restrukturierung sind wir im Plan", so Ando. Der Stellenabbau gehe schneller voran als erwartet. "Der 'Sony-Schock' war gut für uns."

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