Siemens 45 Millionen Handys

Rudolf Lamprecht, Chef der Mobilfunksparte, gibt sich optimistisch. Das Handygeschäft soll in diesem Jahr noch einmal kräftig wachsen.

Hamburg - Der Chef der Siemens-Mobilfunksparte Rudolf Lamprecht erwartet in diesem Jahr einen deutlichen Wachstumsschub für sein Unternehmen. "Wir werden bei den Verkaufszahlen für Mobiltelefone und beim Umsatz mit Netzausrüstung schneller wachsen als der Markt", sagte der Manager der "Financial Times Deutschland". Optimistisch zeigte sich Lamprecht auch für die gesamte Branche. Auf 10 Prozent Wachstum in seinem bis September laufenden Geschäftsjahr hofft der Konzern für alle Hersteller.

Siemens  selbst geht nach einem Absatz von 39,1 Millionen Handys im vergangenen Jahr in diesem Jahr vom Verkauf von 45 Millionen Handys aus. Hierfür starte das Unternehmen in diesem Jahr eine Produktoffensive mit mehr als 30 neuen Handy-Typen. Der Konzern hoffe unter anderem vom steigenden Bedarf in Schwellenländern zu profitieren.

Während Lamprecht sich optimistisch gibt, beklagen Netzbetreiber wie Vodafone  und T-Mobile die fehlenden Endgeräte für UMTS. Die Zahl der aktuell produzierten Handys für die Mobilfunktechnik der Dritten Generation reiche zur Deckung der Nachfrage nicht aus. Diese Meinung vertraten die Vorstände der beiden Konzerne auf der Mobilfunkmesse 3GSM in Cannes. Im vierten Quartal und damit pünktlich zur Weihnachtssaison dürften die Geräte aber in größeren Mengen erhältlich sein. Der Mangel an Mobiltelefonen bremse derzeit den umfassenden Marktstart des UMTS-Standards, hieß es weiter.

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