Kontron Trendwende geschafft

Der Miniaturcomputer-Hersteller hat die Trendwende geschafft. Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden wieder Gewinne erwirtschaftet. Für 2004 zeigt sich das Management optimistisch.

Frankfurt am Main - Kontron  hat seine selbst gesteckten Umsatz- und Ergebnisziele 2003 erreicht und strebt im laufenden Jahr zweistellige Zuwachsraten an. Kontron-Chef Hannes Niederhauser sagte der "Welt am Sonntag" auf die Frage, ob das prognostizierte operative Ergebnis von neun Millionen Euro 2003 erreicht worden sei: "Ja, wir haben es geschafft. Auch das Ziel von 221 Millionen Euro Umsatz haben wir erreicht, wenn nicht gar übertroffen."

2002 hatte die im Technologieindex TecDax  gelistete Kontron wegen Sonderabschreibungen und Restrukturierungskosten im Zusammenhang mit der Fusion mit dem Konkurrenten Jumptec einen operativen Gewinneinbruch auf 1,6 (2001: 8,5) Millionen Euro verbucht. Der Umsatz belief sich auf 215 Millionen Euro.

Gute Auftragslage

Angesichts einer guten Auftragslage in Folge anziehender Investitionen von Firmenkunden zeigte sich Niederhauser für 2004 optimistisch. "Wir gehen davon aus, dass wir in diesem Jahr wieder zweistellig wachsen", sagte der Kontron-Chef mit Blick auf die Umsatz- und Ergebnisentwicklung. Auch Sonderabschreibungen würden, im Gegensatz zum Vorjahr, dieses Jahr keine anfallen.

Niederhauser belegt seinen Optimismus mit den seit Mai wieder volleren Auftragsbüchern. "Die Firmen sind seither wieder bereit zu investieren und folglich ist die Zahl der Projekte, die wir pro Monat gewonnen haben, von sieben auf 15 bis 17 gestiegen. Im vierten Quartal erhielten wir 52 neue Projektaufträge - das ist der höchste Wert den wir je verzeichnet haben. Daher stellen wir inzwischen sogar wieder Ingenieure ein. In der zweiten Hälfte des Jahres dürfte das Wachstum wieder so sein wie vor der Krise."

Dabei setzt der Manager vor allem auf die Wachstumsmärkte Russland und China. "Wir sind vor zwei Jahren in diesen Märkten gestartet, machten 2002 dort acht Prozent unseres Umsatzes. 2004 sollen es schon 20 Prozent werden und mittelfristig soll ein Viertel unseres Umsatzes aus den Schwellenländern kommen."